Projekt „Brand für alle“ soll Zusammenhalt der Generationen stärken
Als Bürgernetzwerk der Generationen hat sich heute das Modellprojekt „Brand für alle“ heute der Öffentlichkeit vorgestellt. Ziel der Initiative ist es, den Stadtbezirk besser auf die Anforderungen der älter werdenden Gesellschaft vorzubereiten. Schon heute sind 27 Prozent der Bürgerinnen und Bürger aus Brand über 60 Jahre alt.
Vor Ort arbeitet ein Projektteam, das Anliegen und Vorschläge für ein seniorengerechtes Brand aufgreifen, bestehende Angebote fördern und neue Initiativen entwickeln soll, die den Stadtbezirk attraktiv und lebenswert erhalten. „Brand für alle“ ist eines von elf Modellprojekten in Nordrhein-Westfalen und wird vom Sozialverband VdK getragen.
Oberbürgermeister Marcel Philipp unterstützt die Initiative des VdK als Schirmherr: „Die älter werdende Gesellschaft stellt uns alle vor große Herausforderungen. Als Stadt fördern wir die Arbeit mit älteren und für ältere Menschen bereits intensiv. Vom Modellprojekt erhoffe ich mir weitere interessante Impulse für unsere Stadt.“
Helmut Huntgeburth, Vorsitzender des VdK Kreisverbands Stadt Aachen, erklärte: „Die Probleme der demografischen Entwicklung werden wir langfristig nur durch neue, bürgernahe Initiativen lösen, und nicht etwa durch höhere Pflegestufensätze.“ Gemeinsam mit Merete Menze vom Paritätischen Wohlfahrtsverband, Walter Etschenberg vom Verein Menschen helfen Menschen und Arno Krott vom VdK habe er daher die Projektidee entwickelt. Nach einem längeren Verfahren sei dann entschieden worden, das Projekt in Brand anzusiedeln. Hier gebe es ein breites bürgerschaftliches Engagement und viele Initiativen, auf denen man aufbauen könne, so Huntgeburth. Auch der Bürgerverein Brand unterstütze das bis Ende 2013 befristete Projekt mit Rat und Tat.
Herbert Henn, Bezirksbürgermeister und Mitglied des Beirats von „Brand für alle“, freut sich, dass die Wahl auf Brand gefallen ist. „In Brand gibt es ein ausgeprägtes Wir-Gefühl. Daher bin ich zuversichtlich, dass wir mit Hilfe des Modellprojekts gemeinsam noch mehr für den Zusammenhalt zwischen den Generationen bewegen können.“
Am Ende des Projekts sollen Vereinbarungen mit lokalen Akteuren stehen, die die begonnene Arbeit fortsetzen und auf andere Stadtteile übertragen. Stadtteilprojekte, die das Leben und den Verbleib im vertrauten Wohnumfeld ermöglichen, werden zunehmend als eine konkrete Antwort auf die demografischen Herausforderungen anerkannt.
„Wir haben bereits viele Gespräche mit haupt- und ehrenamtlich Aktiven in Brand geführt. Dabei wurde erörtert, was gut läuft, wo Initiativen gefördert werden können, wo es weiteren Bedarf gibt“, berichtet Projektleiterin Elisabeth Welter. In den nächsten Wochen und Monaten wird das Team die Kontakte vertiefen, gemeinsame Projekte entwickeln und der Öffentlichkeit vorstellen.
Geplant sind auch eine Befragung von Seniorinnen und Senioren sowie die Einrichtung einer Internetplattform für den Stadtbezirk, die von einem ehrenamtlichen Team aus jungen und älteren Menschen aus Brand betreut wird. Bis Ende April soll eine erste Version ins Netz gestellt werden.
Erreichbar sind Elisabeth Welter, Katharina Maier (Verwaltung) und Siegbert Gossen (Öffentlichkeitsarbeit) in einem angemieteten Büroraum im Bezirksamt am Paul-Küpper-Platz. Die Bürozeiten sind dienstags von 9 Uhr bis 12 Uhr, mittwochs von 9 Uhr bis 12 Uhr und von 14 Uhr bis 17.30 Uhr sowie nach Vereinbarung. Auch telefonisch können sich Bürgerinnen und Bürger mit Anliegen und Vorschlägen für ein seniorengerechtes Brand an das Projektteam wenden: Die Rufnummer lautet 0241 / 450 90 210.
Die Finanzierung des Projekts haben das Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter (MGEPA), die Stiftung Wohlfahrtspflege des Landes Nordrhein-Westfalen und der VdK NRW übernommen. Fachlich begleitet wird „Brand für alle“ vom Paritätischen Wohlfahrtsverband.
Weitere Informationen:
Elisabeth Welter
Projektbüro „Brand für alle” im Bezirksamt
Paul-Küpper-Platz 1
52078 Aachen
fon 0241 / 450 90 210
fax 0241 / 463 586 90
mail: elisabeth.welter@brand-fuer-alle.de
Herausgegeben am 30.03.2011
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