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Wochenende der Integration

  • · Mehrere tausend Besucher setzten zwei Tage lang ein Zeichen für das friedliche Zusammenleben der unterschiedlichen Kulturen und Religionen in der Stadt.
  • · Der Verein zur Förderung von integrativen Jugendcamps, der Verein DJK Aufwärts sowie der Brander Turnverein sind Träger des Förderpreises „Integration durch Sport“.
  • · Debdatta De sowie das Projekt „Eilendorf kocht…“ wurden mit dem Integrationspreis der Stadt Aachen ausgezeichnet.

Das erste Wochenende im September stand in diesem Jahr ganz im Zeichen der Integration. Den Auftakt machte am Samstag, 1. September, unter dem Titel „ImPuls der Gesellschaft“ die erste Integrationskonferenz von Stadt und StädteRegion im Aachener Eurogress, bei der über 200 Fachleute und Interessierte aus ganz Deutschland über die heutige Gesellschaft, über Zuwanderung, interkulturelle Öffnung sowie Integration sprachen und diskutierten. Oberbürgermeister Marcel Philipp verlieh an diesem Tag auch den städtischen Förderpreis „Integration durch Sport“.

Bild Stadt Aachen
Gruppenbild von Organisatoren und Referenten der ersten Integrationskonferenz von Stadt und StädteRegion im Aachener Eurogress: (v.l.n.r.) Timur Bozkir (Leiter Kommunales Integrationszentrum StädteRegion), Rolf Frankenberger (Leiter des städtischen Fachbereichs Wohnen, Soziales und Integration), Sevim Dogan (Leiterin Kommunales Integrationszentrum Stadt Aachen), Professor Dr. Albert Scherr (Referent der Pädagogischen Hochschule Freiburg), Dr. Beate Blüggel (Leiterin VHS Aachen), Professor Dr. Edeltraud Vomberg (Dezernentin Städteregion), Professor Dr. Manfred Sicking (Dezernent Stadt Aachen), Ralf Zimmer-Hegmann (Referent des Instituts für Landes- und Stadtentwicklungsforschung gGmbH) sowie die Aachener Bürgermeisterin Hilde Scheid. © Stadt Aachen / Stefanie Uerlings

Drei Projekte wurden ausgezeichnet
Mit dem ersten Preis wurde der Verein zur Förderung von integrativen Jugendcamps ausgezeichnet. Die Ehrenamtler und Ehrenamtlerinnen rund um Geschäftsführerin Uschi Brammertz organisieren das Segelflugcamp in Merzbrück mit bis zu 100 Teilnehmern seit 2006 und das Segelcamp am Rursee mit diesmal 70 Teilnehmern bereits zum achten Mal. Dabei begegnen sich Jugendliche mit und ohne Behinderung, mit Migrationshintergrund sowie Geflüchtete. Als zweites ausgezeichnet wurde der Verein DJK Aufwärts mit dem Projekt „Schach verbindet“. Hier werden Turniere organisiert, bei denen die Spieler Speisen aus ihrer Heimat mitbringen, Mehrgenerationen-Turniere mit dem Ziel, Patenschaften zwischen Jung und Alt zu gründen sowie Turniere in der Citykirche, Moschee und Synagoge veranstaltet. Im Aufbau sind Turniere für Menschen mit geistiger oder körperlicher Behinderung sowie demnächst das Projekt Schachunterricht im Kennedypark. Den dritten Preis erhielt der Brander Turnverein mit seinen Basketballangeboten in Driescher Hof und an der Mataréstraße für Mädchen mit Migrationshintergrund. Das Angebot wurde im Sommer 2017 mit dem Ziel ins Leben gerufen, die Mädchen in die bestehenden Jugendmannschaften des Brander TV zu integrieren.

Oberbürgermeister Marcel Philipp hielt die Eröffnungsansprache
Nahtlos schloss sich am Sonntag, 2. September, ebenfalls im Eurogress, der inzwischen 12. Tag der Integration an, bei dem über 200 Organisationen aus Aachen und Umgebung unter dem Motto „Demokratie stärken“ ein Zeichen für das friedliche Zusammenleben der unterschiedlichen Kulturen und Religionen in der Stadt setzen wollten. Das Programm begann mit einer multireligiösen Friedensfeier des Dialogs der Religionen. „Indem wir hier zeigen, wie Integration in Aachen gelingt, können wir vielleicht den aktuell hochkochenden Emotionen über Flüchtlinge etwas entgegen setzen. Durch so viel Positives in der Gesellschaft vor Ort kann unsere Haltung und unser Zusammenhalt nur gestärkt werden“, betonte Oberbürgermeister Marcel Philipp danach in seiner Eröffnungsansprache.

„Der Tag der Integration ist inzwischen zu einem Bürgertag der Stadt Aachen geworden“, sagte Paola Blume, Vorsitzende des städtischen Integrationsrats, bei der offiziellen Eröffnung. „Wir können ihn noch weiterentwickeln und unsere Nachbarländer Belgien und die Niederlande einbeziehen. So können wir ein hervorragendes Beispiel für gelungene Integration im Herzen Europas zeigen“, so Blume.

Debdatta De wurde für sein lebenslanges Engagement geehrt
Marcel Philipp und Paola Blume zeichneten an diesem Tag zudem die Gewinner des Integrationspreises 2018 aus. In der Kategorie „Einzelperson“ wurde der Inder Debdatta De für sein lebenslanges Engagement geehrt. Er lebt seit 58 Jahren in Deutschland und ist als Ehrenamtlicher für das „Café International Monschau“ zu einer wichtigen Anlaufstelle für Migranten geworden. Die Initiative „Café International“ existiert seit 1991 und ging aus dem Monschauer Arbeitskreis für Asylbewerber hervor. 1994 wurde der bis heute existierende Treffpunkt für Asylbewerber und Deutsche im Pfarrheim Imgenbroich eröffnet. Über diesen Treffpunkt hinaus werden für und mit Flüchtlingen zahlreiche Veranstaltungen, Aktionen und Projekte organisiert.

Der Integrationspreis in der Kategorie „Gruppe“ ging dann an das Projekt „Eilendorf kocht….“. Bis zu 100 Leute kochen hier gemeinsam und kommen dabei ins Gespräch. Es wird gesungen, gespielt und natürlich auch gespült. Das Angebot findet abwechselnd in der evangelischen beziehungsweise katholischen Gemeinde sowie in der OT Eilendorf statt. An der Organisation sind unter anderem Quartiersmanager Michael Grein, Pelin Ygit vom Verein „Türöffner“ und der evangelische Pfarrer Hans Christian Johnsen beteiligt.

Folklore und Internationale Küche
Nach dieser Preisverleihung gab es - ebenfalls als Premiere - mit Fahnen und landestypischen Trachten einen so genannten „Einzug der Nationen“ in den Europasaal des Eurogress, was ein wunderschönes Bild bot. Beim Lied „We are the world“ fielen alle Gäste im Saal begeistert mit ein. Ein mehr als sechsstündiges und vielfältiges Programm mit Folklore und internationaler Küche auf den Bühnen im Europa- und Brüsselsaal, im Foyer sowie in den Konferenzträumen und im Außenbereich des Eurogress folgte. Und über den Tag verteilt setzten mehrere tausend begeisterte Besucher tatsächlich ein Zeichen für das friedliche Zusammenleben der unterschiedlichen Kulturen und Religionen in der Stadt.

Herausgegeben am 03.09.2018 von:

Stadt Aachen
Fachbereich Presse und Marketing
Bernd Büttgens
Markt 39
52062 Aachen
fon: 0241/432-1309
fax: 0241/28-121
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