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Großbrand in Aachen: Analyse des LANUV liegt vor

Die Analyseergebnisse der vom Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW (LANUV) genommenen Proben nach dem Großfeuer in einem Industriepark in Rothe Erde (Montag, 27. August) liegen jetzt vor.

Die Experten hatten das Umfeld des Brandes und die Gebiete, die von der Rauchwolke betroffen waren, direkt am Abend des Unfalltages untersucht und Proben entnommen. Es wurden in einer ersten Stellungnahme vor einer Woche „keine Indizien für eine starke/schwere Belastung der Flächen festgestellt“. Gleichzeitig hatte das LANUV auf die noch laufenden Untersuchungen und auf noch ausstehende abschließende Ergebnisse verwiesen.

Nun teilt das LANUV der Stadt Aachen mit, dass im unmittelbaren Umfeld der Brandstelle einige Oberflächen besonders stark mit Rauchgasen belastet worden sind. Hierzu zählen die insbesondere nordöstlich gelegenen Industriegebäude und die südlichen und südwestlichen Fassaden der Wohnblöcke an der Weißwasserstraße, teilt das LANUV mit. Vorsorglich sollten in diese Betrachtung auch die dem Brand zugewandten Fassaden der weiteren Wohngebäude im Karree Weißwasserstraße, Fringsgraben, Hüttenstraße mit einbezogen werden.


Die bereits am Dienstag, 28. August, empfohlenen vorsorglichen Maßnahmen gelten für diesen engen Bereich um die Brandstelle (Weißwasserstraße, Hüttenstraße, Fringsgraben) laut LANUV somit sicherheitshalber weiter.

Das bedeutet:

  • Sichtbar belastete Flächen (Partikelspuren, Asche, Rußablagerungen) sollen unter Verwendung von Handschuhen und mit normalen Reinigungsmitteln einmal gesäubert werden.

  • Obst und Gemüse sollte gut gewaschen und nur geschält verzehrt werden.

  • Großblättrige Pflanzen wie Salat sollten zur Sicherheit nicht verzehrt werden.

Insbesondere die Reinigung möglicherweise belasteter Oberflächen sollte von den Anliegern im besagten Karree, so das LANUV, zumindest für vorhandene Fenster und Türen befolgt werden.
Die in der Vorwoche ausgesprochene vorläufige Empfehlung des LANUV, Salat und ähnliche im Privatgarten gezogene Nutzpflanzen nicht zu verzehren, wird für die Wohngebiete außerhalb des genannten Karrees Hüttenstraße, Weißwasserstraße und Fringsgraben aufgehoben.
Rasenschnitt und anderer Grünabfall kann generell der Kompostierung zugeführt werden.
Für die im Umfeld der umliegenden Kindergärten untersuchten Proben ergab sich kein nennenswertes Gefahrenpotential. Ein weiterer Handlungsbedarf ergebe sich für die Kindergärten und die betreffenden Wohngebiete nicht.
Auch für den Kindergarten Weißwasserstraße und den anliegenden öffentlichen Spielplatz sind keine weiteren Maßnahmen erforderlich, so das LANUV abschließend.

Herausgegeben am 04.09.2018 von:

Stadt Aachen
Fachbereich Presse und Marketing
Bernd Büttgens
Markt 39
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