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Nach der Grippewelle ist vor der Grippewelle . . .

Die Grippewelle des vergangenen Winters 2017/2018 war von außergewöhnlichem Ausmaß und hat bei den Aachener Krankenhäusern einerseits zu einer Vielzahl von Patienten geführt. Auf der anderen Seite wurde die Situation durch einen zudem hohen Erkrankungsstand der Mitarbeiter weiter erschwert, was das gesamte System der Rettungskette von Erstkontakt in Praxis und Rettungsdienst, in der Notfallpraxis oder beim Hausarzt über die Versorgung in den Notaufnahmen bis hin zur komplexen intensivmedizinischen Therapie vor große Herausforderungen stellte. Dies bestätigt auch der Influenza-Saisonbericht der Arbeitsgemeinschaft Influenza (AGI) des Robert Koch-Instituts, der ca. neun Millionen influenzabedingte Arztbesuche, zwei Millionen mehr als in den starken Grippesaisons 2012/13 und 2014/15, ausweist.

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Im Rahmen eines halbjährlich stattfindenden Qualitätszirkel-Treffen des Rettungsdienstes mit den Krankenhäusern in der Stadt Aachen haben auch sie sich für eine Grippe-Schutzimpfung ausgesprochen (v.l.n.r.): Jürgen Wolff, Leiter der Feuerwehr Aachen, Dr. Barbara Sauerzapfe, ärztliche Direktorin Franziskushospital Aachen, PD Dr. Michael Paulzen, ärztlicher Direktor Alexianer-Krankenhaus Aachen, Alexander Weisser, kaufmännischer Direktor Franziskushospital Aachen, Prof. Dr. Thomas Möllhoff, Vorstand Marienhospital Aachen, Claudia Kuhnen, Pflegedirektorin Luisenhospital Aachen, Benjamin Koch, Vorstand Marienhospital Aachen, PD Dr. Stefan Beckers, Ärztlicher Leiter Rettungsdienst Stadt Aachen, PD Dr. Jörg Brokmann, Leiter Notaufnahme Uniklinik RWTH Aachen und Bernd Geßmann, stellvertretender Leiter der Feuerwehr Aachen. Foto. Stadt Aachen/Stefan Herrmann

„Umso wichtiger ist es nun, Vorbereitungen für die nächste Saison zu treffen“, so Priv.-Doz. Dr. Stefan Beckers, Ärztlicher Leiter Rettungsdienst der Stadt Aachen. „Alle Aachener Bürgerinnen und Bürger sollten sich rechtzeitig über eine mögliche Schutzimpfung informieren.“

Vertreter der Aachener Krankenhäuser (Alexianer-Krankenhaus, Franziskus-Hospital, Luisenhospital, Marienhospital und Uniklinik RWTH Aachen) rufen darüber hinaus zusammen mit dem Rettungsdienst der Stadt Aachen dazu auf, die Empfehlung der ständigen Impfkommission (STIKO) ernst zu nehmen, die die Impfung für alle Personen über 60, für chronisch Kranke aller Altersstufen, für Schwangere sowie für Personal, welches in der Versorgung und Betreuung von Patientinnen und Patienten tätig ist, vorsieht.

Gemäß einer im Juli vom Robert Koch-Institut vorgestellten Untersuchung waren in der Grippesaison 2016/2017 in der Ärzteschaft 61,4 Prozent der Personen geimpft, beim Pflegepersonal 32,5 und bei therapeutischen Berufen 34,2 Prozent sowie in der Bevölkerung gerade einmal 34,8 Prozent der Menschen über 60 Jahre.

„Solch niedrige Impfquoten sollten unbedingt vermieden werden“, erläutert Frau Dr. Verena Bochat vom Gesundheitsamt der StädteRegion Aachen, die diese Aktion ausdrücklich unterstützt. „Die Impfung ist nicht nur für jeden individuell als Schutz gegen Influenza von Nutzen, sondern sie trägt auch dazu bei, Menschen vor einer schweren Erkrankung, unter Umständen mit Todesfolge, zu schützen, bei denen eine Schutzimpfung nicht möglich ist oder nur eine geringe Wirkung entfaltet.“

Der Vierfachimpstoff ist bundesweit empfohlen und auch wenn diese Influenzaimpfung keine vollständige Sicherheit dagegen bietet, an Grippe zu erkranken, so können dennoch sehr viele Erkrankungen, schwere Verläufe und Todesfälle im Verlauf vermieden werden.

Weitere Informationen auch über das Robert Koch Institut unter www.rki.de/influenza und www.rki.de/influenza-impfung

Herausgegeben am 11.10.2018 von:

Stadt Aachen
Fachbereich Presse und Marketing
Bernd Büttgens
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