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Ein Zentrum für Familien am Driescher Hof

  • Die KiTa Königsberger Straße ist das Familienzentrum für den Stadtteil.
  • Das Familienzentrum hat die Rezertifizierung geschafft.
  • Die Entwicklung geht kontinuierlich weiter.

„Ich würde mich freuen, wenn viele Eltern mit ihren Kindern sich die Zeit nehmen, unser Familienzentrum und die sehr gute Arbeit, die hier geleistet wird, einmal persönlich kennen zu lernen und an unseren Angeboten teil zu nehmen.“ Diesen Wunsch äußert Helge Gier, die seit sechs Monaten die Leitung der Städtischen Tageseinrichtung für Kinder Königsberger Straße 100 im Stadtteil Driescher Hof übernommen hat. Zu diesem Zeitpunkt hatte die KiTa Königsberger Straße gerade das Prüfungsjahr der Rezertifizierung als Familienzentrum unter der Koordination von Petra Ritzerfeld erfolgreich bestanden.

Bereits seit 2014 trägt die Einrichtung das Gütesiegel „Familienzentrum NRW“. Um dieses zu erlangen, musste die Einrichtung ein Jahr lang an einem offiziellen Zertifizierungsverfahren teilnehmen. Mit dieser Aufgabe wurde Petra Ritzerfeld betraut. Seitdem koordiniert und entwickelt sie das Familienzentrum in enger Zusammenarbeit mit der Leitung und den Kolleginnen: „Es hat mich gereizt, am Aufbau und der Entwicklung einer für mich ganz neuen Einrichtungsform mitzuwirken“, schildert Ritzerfeld ihre Beweggründe für die Übernahme dieser Aufgabe. „In erster Linie jedoch bin ich Pädagogin, und mein Herz hängt an der Arbeit mit den Kindern“, schmunzelt sie. „Und wenn es irgendwie geht, möchte ich diese auch beibehalten.“ Nach jeweils vier Jahren steht ein erneutes Verfahren für die Rezertifizierung an. So wird eine kontinuierliche Überprüfung und Weiterentwicklung gewährleistet.

Ausgerichtet an den Gegebenheiten des Lebensraumes Driescher Hof
Die inhaltlichen Leistungen und die organisatorischen Strukturen des Familienzentrums Königsberger Straße, gehen über die einer normalen Tageseinrichtung für Kinder hinaus. „Unsere Einrichtung hat sich diese Qualität ein Jahr lang erworben und ihr Konzept durch ein unabhängiges Institut in einem Zertifizierungsverfahren prüfen lassen. Ergänzend zu den üblichen Angeboten einer Tageseinrichtung für Kinder organisieren wir Aktivitäten, die für alle Familien in Driescher Hof offen sind, unabhängig davon, ob sie Kinder in unserer Einrichtung haben“, sagt Ritzerfeld. Dies können zum Beispiel Angebote für Eltern gemeinsam mit ihren Kindern sein, Elternaktivitäten oder -infoveranstaltungen, aber auch Beratungsangebote, Kompetenzkurse oder Feste. Die Koordinatorin weiter: „Um möglichst alle Familien des Lebensraumes Driescher Hof anzusprechen, agieren wir einrichtungs- und trägerübergreifend. Hier fragen wir regelmäßig die Wünsche und Bedarfe der Familien ab und bewerben auch die hieraus hervorgegangenen Angebote.“ Zur Erfüllung der Leistungen kooperiert die Einrichtung eng und verbindlich mit Partnerorganisationen. Sie bündelt diese und stellt sie so für die Familien des Lebensraums Driescher Hof bereit.

Gemeinsames Ziel ist es, vor Ort Angebote zur Unterstützung von Kindern und Familien in unterschiedlichen Lebenslagen und mit unterschiedlichen Bedürfnissen bereitzustellen. Ausgerichtet ist das Familienzentrum konkret an den Gegebenheiten des Lebensraumes Driescher Hof. Angesprochen werden alle Familien im Umfeld. Die Angebote sind alltagsnah und räumlich in der Nähe. Helge Gier betont: „Wir verstehen uns als Bindeglied für die Familien und Einrichtungen unseres Lebensraumes.“

FuN© – das besondere Angebot im Stadtteil Driescher Hof
So bietet das Familienzentrum Königsberger Straße seit einigen Jahren zum Beispiel ein besonderes Angebot für Familien an: FuN©. Das ist die Abkürzung für Familie und Nachbarschaft. Es bedeutet aber auch Spaß – abgeleitet vom englischen Wort fun. FuN© ist ein Familienbildungsprogramm, für welches sich drei Mitarbeiterinnen der KiTa beim preapaed-Institut für präventive Pädagogik c/o Bildungswerk Aachen qualifiziert haben. In der Einrichtung gibt es drei FuN©-Teamerinnen: Angelique Caria, Angelika Griesser-Seemann und Petra Ritzerfeld. Familie und Nachbarn sind zusammen stark und füreinander da: Acht bis zehn Familien aus dem Stadtteil Driescher Hof treffen sich acht Wochen lang an je einem Nachmittag in der KiTa Königsberger Straße 100 für drei Stunden. Sie singen, spielen und basteln zusammen und lernen sich kennen. Sie reden über alles, was ihnen wichtig ist und essen auch gemeinsam. Die Teilnahme ist kostenlos.

Der Kurs ist methodisch so gestaltet, dass es jeder Familie möglich ist, daran teilzunehmen. Er wendet sich an alle Familien, die eine intensive und abwechslungsreiche Zeit miteinander verbringen wollen. Hier spielen Muttersprache, kultureller und religiöser Hintergrund, Anzahl der Kinder sowie der soziale Hintergrund keine Rolle. Durch die gemeinsamen Aktivitäten wird ein positives Familienklima erlebt und der Zusammenhalt gestärkt. Die jeweiligen Spiele sind so ausgewählt, dass verschiedene Formen der Interaktion zwischen Eltern und Kindern angeregt, ausprobiert und eingeübt werden. Die geschulten Mitarbeiterinnen stehen als positive Begleiter zur Seite. Das Konzept beinhaltet einen klar strukturierten, sich wiederholenden Ablauf, der alle Bereiche des Zusammenlebens umfasst. Es gibt eine Zeit, in der die Familien je unter sich agieren, es gibt eine Zeit, in der alle Familien gemeinsam etwas tun, und es gibt auch eine Zeit nur für die Eltern, während die Kinder betreut gemeinsam spielen. Hierbei arbeitet das Familienzentrum eng mit der Evangelischen Familienbildungsstätte Aachen zusammen. Durch diese Struktur erleben sich die Familien im Verbund mit anderen Familien. Sie kommunizieren miteinander und nehmen sich und andere in besonderer Weise wahr. Sie vernetzen sich untereinander und stärken so die soziale Gemeinschaft.

Die Entwicklung geht weiter
Die Einrichtungsleiterin Helge Gier ist von dem Konzept ihrer Einrichtung in der Königsberger Straße überzeugt: „Die Entwicklung, die diese Tageseinrichtung für Kinder in den letzten fünf Jahren genommen hat, ist schon rasant. Und doch sind wir auch weiterhin in der Entwicklung, sehen, wo noch Verbesserungspotenzial ist und wollen immer noch besser werden.“ Dabei ist die Kommunikation zwischen den Mitarbeitern, Eltern und Kindern ein wichtiger Faktor, um die Qualität einer Bildungseinrichtung zu steigern. Deshalb bittet die Leiterin um einen offenen, ständigen Austausch und hofft, dass ihr Wunsch nach vielen Besucherinnen und Besuchern aus dem Stadtteil in Erfüllung geht.

Herausgegeben am 19.12.2018 von:

Stadt Aachen
Fachbereich Presse und Marketing
Bernd Büttgens
Markt 39
52062 Aachen
fon: 0241/432-1309
fax: 0241/28-121
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