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Europäischer Filmsonntag und Lux-Filmpreis im Capitol

  • Das Europäische Parlament zeichnet mit dem LUX-Filmpreis seit 2007 jährlich einen Film aus, der das europäische Publikum auf besondere Weise berührt und mit Blick auf die aktuellen sozialen und politischen Herausforderungen in Europa zum Nachdenken anregen soll.
  • Drei Finalisten-Filme werden in allen 24 Amtssprachen der EU untertitelt und im Zuge der „LUX Film Days“ in den 28 EU-Mitgliedstaaten gezeigt.
  • Die Veranstalter freuen sich, mit diesem besonderen Veranstaltungsformat dem Publikum die Vielfalt der europäischen Filmkunst zugänglich machen zu können.

Im Capitol Aachen findet am 4. November der Europäische Filmsonntag statt. Die drei Finalisten-Filme des LUX-Filmpreis-Wettbewerbs werden hier nacheinander in Originalfassung mit deutscher Untertitelung gezeigt. Die Zuschauer haben im Anschluss an die Filmvorführungen die Möglichkeit, unter diesen drei Finalisten ihren Favoriten zu wählen.

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(v.l.n.r.) Susanne Schwier, Aachener Dezernentin für Bildung und Kultur, Schule, Jugend und Sport, Olaf Müller, Leiter des städtischen Kulturbetriebs, Moritz Stürtz, Geschäftsführer Capitol, Europaabgeordnete Sabine Verheyen sowie Bernd Vincken, Geschäftsführer der Stiftung internationaler Karlspreis zu Aachen, präsentieren den „Europäischen Filmsonntag“ im Capitol. Copyright © Stadt Aachen / Timo Pappert


Schirmherrschaft der Aachener Europaabgeordneten Sabine Verheyen
In Zusammenarbeit mit dem Europäischen Parlament und unter Schirmherrschaft der Aachener Europaabgeordneten Sabine Verheyen freuen sich die Veranstalter Stadt Aachen, Karlspreisstiftung und das Capitol Aachen mit dem Europäischen Filmsonntag auch in diesem Jahr ein besonderes Veranstaltungsformat in Aachen präsentieren zu können. Ziel ist es, die Vielfalt der europäischen Filmkunst einem breiten Publikum zugänglich zu machen. Getreu dem Motto der Europäischen Union „In Vielfalt geeint“ soll anhand der drei Finalistenfilme des LUX-Filmpreises 2018 die Universalität der europäischen Werte, die kulturelle Vielfalt und der Prozess der europäischen Integration veranschaulicht werden. 

„Die Idee zum LUX-Filmpreis ist im europäischen Parlament geboren, um die europäische Kino- und Filmkultur zu fördern sowie einem breiten Publikum europäische Filme zugänglich zu machen. Wir möchten damit eine gesellschaftliche Debatte über Werte und sozialen Themen in Europa anregen“, sagte Sabine Verheyen, Europaabgeordnete und Sprecherin im Ausschuss für Kultur und Bildung des Europäischen Parlaments.

Eine Fachjury wählt drei Filme ins Finale
Das Europäische Parlament zeichnet mit dem LUX-Filmpreis seit 2007 jährlich einen Film aus, der auf besondere Weise das europäische Publikum berührt und mit Blick auf die aktuellen sozialen und politischen Herausforderungen in Europa zum Nachdenken anregt. Eine 21-köpfige Fachjury wählt unter allen Teilnehmern zehn Filme für die offizielle Auswahl und schließlich drei Filme ins Finale des Wettbewerbs. Die drei Finalisten-Filme werden in allen 24 Amtssprachen der EU untertitelt und im Zuge der „LUX Film Days“ in den 28 EU-Mitgliedstaaten gezeigt. Die Abgeordneten des Europäischen Parlaments wählen schließlich den Gewinner des LUX-Filmpreises und zeichnen diesen im Rahmen einer Plenartagung in Straßburg aus. Der Film, der den LUX-Filmpreis erhält, wird auch für hör- und sehbehinderte Menschen produziert und beim internationalen Vertrieb unterstützt.

„Der Europäische Filmsonntag passt zu Aachen“
Susanne Schwier, Aachener Dezernentin für Bildung und Kultur, Schule, Jugend und Sport, betonte, dass der Europäische Filmsonntag hervorragend zu Aachen passe. „Aachen ist eine durch und durch europäische Stadt Wir haben eine europäische Vergangenheit und eine europäische Gegenwart. Und gerade dieser europäische Alltag und die europäischen Herausforderungen können mit den unterschiedlichen Filmen des Lux-Filmpreises thematisiert werden“, machte sie deutlich. Und ergänzte: „Wer am 4. November nicht im CAPITOL ist, der verpasst wirklich etwas.“

Kartenverkauf
Karten für den Europäischen Filmsonntag gibt es ab sofort zum Preis von 15 Euro an den Kassen von Capitol, Cineplex und Eden Palast.

Finalisten 2018
STYX
von Wolfgang Fischer- Deutschland, Österreich (94 min., OV de./en.)

Rike - 40, Ärztin aus Europa - verkörpert in ihrer Disposition eine typisch westliche Vorstellung von Glück und Erfolg. Sie ist gebildet, selbstbewusst, zielstrebig und engagiert. Wir erleben Rike, wie sie in Köln als Notärztin ihren Alltag bestreitet, bevor sie ihren Urlaub in Gibraltar antritt. Dort sticht sie alleine mit ihrem Segelboot in See. Ziel ist dabei die Atlantikinsel Ascension Island. Ihr Urlaub ist jäh beendet, als sie sich nach einem Sturm mitten auf hoher See in unmittelbarer Nachbarschaft eines überladenen, havarierten Fischerbootes wiederfindet. Rund hundert Menschen drohen zu ertrinken. Rike folgt zunächst der gängigen Rettungskette und fordert per Funk Unterstützung an. Als ihre Hilfsgesuche unbeantwortet bleiben, die Zeit drängt und sich eine Rettung durch Dritte als unwahrscheinlich herausstellt, trifft sie eine folgenschwere Entscheidung.

WOMAN AT WAR
Deutsch: GEGEN DEN STROM; Original: Kona fer í stríđ
von Benedikt Erlingsson - Island, Frankreich, Ukraine (101 min., OV is.)

Halla ist eine fünfzigjährige, unabhängige Frau, die nach außen hin ein ruhiges Leben führt. In Wahrheit jedoch verbirgt sich hinter dieser Fassade ein Doppelleben als leidenschaftliche Umwelt-Aktivistin. Bei anderen lediglich als „die Frau des Berges“ bekannt, führt Halla heimlich einen Ein-Frauen-Krieg gegen die lokale Aluminiumindustrie. Als Halla immer mutiger wird, vom anfänglichen Vandalismus bis zur totalen industriellen Sabotage, gelingt es ihr, die
Verhandlungen zwischen der isländischen Regierung und Investoren, die eine neue Aluminiumschmelze in den Bergen bauen, zu unterbrechen. Aber als sie beginnt, ihre bisher größte und kühnste Operation zu planen, erhält sie einen unerwarteten Brief, der alles verändert. Ihr Antrag, ein Kind zu adoptieren, wurde endlich angenommen, und in der Ukraine wartet ein Mädchen auf sie. Also beschließt Halla, Ihr Dasein als Saboteurin und Retterin der Highlands mit einem letzten großen Angriff auf der Aluminiumindustrie zu beenden, bevor die sich ihren Traum erfüllt und Mutter wird.

THE OTHER SIDE OF EVERYTHING
Deutsch: VON ALLEM; Original: Druga strana svega
von Mila Turajlić - Serbien, Frankreich, Katar (104 min., OV serb.)

Eine Tür, die in der Wohnung einer Belgrader Familie 70 Jahre verschlossen blieb, bildet den Ausgangspunkt dieser familiären, politischen und historischen Chronik. Es handelt sich um die Familie der Regisseurin Mila Turajlić und ihrer charismatischen Mutter Srbijanka Turajlić, einer ehemaligen Universitätsprofessorin und wichtigen Figur des Widerstands gegen das Regime in den 1990er-Jahren. Die Gespräche der beiden Frauen bieten einen Einblick in die
bewegte Geschichte eines Landes mit seinen Umbrüchen und politischen Veränderungen. Die Chronik einer Familie in Serbien wird zum Porträt einer Aktivistin in Zeiten großer Unruhen und stellt die Verantwortung jeder Generation in Frage, für ihre Zukunft zu kämpfen. 

Die bisherigen Gewinner
Die elf bisherigen LUX-Filmpreis-Gewinner waren „Sámi Blood“ von Amanda Kernell (2017), „Toni Erdmann“ von Maren Ade (2016), „Mustang“ von Deniz Gamze Ergüven (2015), „Ida“ von Pawel Pawlikowski (2014), „Broken Circle Breakdown“ von Felix van Groeningen (2013), „Io sono Li“ von Andrea Segre (2010), „Les Neiges du Kilimandjaro“ von Robert Guédiguian (2011), „Die Fremde“ von Feo Aladag (2010), „Begrüßung“ von Philippe Lioret (2009), „Le Silence de Lorna“ von Jean-Pierre und Luc Dardenne (2008) und „Auf der anderen Seite“ von Fatih Akin (2007).

Herausgegeben am 10.10.2018 von:

Stadt Aachen
Fachbereich Presse und Marketing
Bernd Büttgens
Markt 39
52062 Aachen
fon: 0241/432-1309
fax: 0241/28-121
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