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Urlaubsgefühl im barrierefreien Freibad für Menschen mit Handicap

Wenn Carina Stadtler von den letzten drei Ferienwochen spricht, nennt sie diese „ihren Urlaub“. Ihr Urlaub fand aber in Aachen statt, genauer gesagt im Freibad Hangeweiher. Stadtler ist körperlich behindert und in ihrem Alltag sehr eingeschränkt. Das Schwimmen ist ihr als einziges Hobby noch geblieben und bringt ihr ein Stück Freiheit zurück. Die Sommerferien mit ihrem Patenkind konnte Stadtler so trotz ihrer Eingeschränktheit gut gestalten: „Wir schwimmen beide gerne und für einen Achtjährigen war das Freibad die perfekte Ferienunterhaltung.“

Foto: Stadt Aachen
Der Behindertenlift am Beckenrand des Freibads Hangeweiher kann bis zu 130 Kilogramm tragen.

Das Freibad Hangeweiher ist hierfür eine gut ausgestattete Anlaufstelle, da es barrierefrei ist und über einen Behindertenlift verfügt, mit dem Personen in das Schwimmbecken gelassen werden können. Der Lift kann ein Gewicht von bis zu 130 Kilo bewegen, um Menschen sanft ins Wasser zu lassen, die die Treppen nicht nutzen können. Außerdem verfügt das Freibad über eine eigene Behindertenumkleide.

„Das Freibad bietet mir auch den Kontakt zu anderen Menschen, der mir in meinem Alltag fehlt“, erklärt Stadtler. Außerdem hätten die Mitarbeiter und Badeleiter des Freibades sie sehr unterstützt: etwas was Stadtler auch an andere Menschen mit körperlicher Behinderung weitertragen möchte.

Hangeweiher, Schwimmhalle Brand, Ost und Süd barrierefrei

Das Freibad Hangeweiher ist nur ein Beispiel der barrierefreien Angebote der Schwimmbäder der Stadt Aachen. Die Schwimmhalle Brand ist barrierefrei, verfügt über eine eigene Behindertendusche, -kabine, einen Behindertenlift und Duschrollstühle. Die Schwimmhalle Süd ist durch einen Aufzug ebenfalls barrierefrei und verfügt wie die Schwimmhalle Brand über eine Behindertendusche, -kabine und über einen Behindertenlift. Die Schwimmhalle Ost verfügt auch über einen Aufzug, eine Behindertenumkleide und einen Behindertenlift.

Einzig die Elisabethhalle und die Ulla-Klinger-Halle sind nicht barrierefrei. Karlheinz Welters vom Fachbereich Sport der Stadt Aachen erklärt, die Bausubstanz der Elisabethhalle aus dem Jahre 1911 wäre nicht für einen Umbau geeignet. „Die Ulla-Klinger-Halle ist unsere Spring- und Sporthalle, weshalb wir hier den Umbau zu einer barrierefreien Halle zurückgefahren haben“, sagt Welters. „Es gibt hier lediglich eine Behindertenumkleide.“ Die anderen Hallen bieten aber genügend Möglichkeiten für Menschen mit Behinderung.

Foto: Stadt Aachen
Badleiter Torsten Liebl und Schwimmmeisterin Beate Küppers im Badelift zeigen, wie der Behindertenlift funktioniert.

„Die Schwimmbäder sind teilweise schon seit über 15 Jahren barrierefrei, leider kennen viele Menschen die behindertengerechten Angebote nicht“, erklärt Welters. Außerdem ist der Eintritt der für Begleitpersonen von Menschen mit Behinderung frei. Frank Meyers, ebenfalls vom Fachbereich Sport der Stadt Aachen, erklärt: „Das können wir aber nur gewähren, wenn die Begleitperson im Behindertenausweis eingetragen ist.“

Weitere Infos zu allen Schwimmbädern in Aachen unter www.aachen.de/schwimmbaeder

Herausgegeben am 05.09.2018 von:

Stadt Aachen
Fachbereich Presse und Marketing
Bernd Büttgens
Markt 39
52062 Aachen
fon: 0241/432-1309
fax: 0241/28-121
mail: presse.marketing@mail.aachen.de

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