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Barbarossamauer: Stadt saniert Teilstück am Driescher Gässchen

Es ist das größte sichtbare und erhaltene Stück des alten Aachener Befestigungsrings: die Barbarossamauer an der Ecke Pontstraße / Driescher Gässchen. Seit November 2019 saniert das städtische Gebäudemanagement das gut 2,50 Meter breite, bis zu sieben Meter hohe und rund 30 Meter lange mittelalterliche Gemäuer. „Wir liegen gut im Zeitplan“, sagt der städtische Architekt und Denkmal-Experte Engelbert Chaumet. Rund 85.000 Euro kostet das Vorhaben, das zur Hälfte mit Fördergeldern des Landes NRW finanziert wird. „Diese wichtige Unterstützung hat es uns ermöglicht, die dringend notwendigen Arbeiten an der Mauer anzugehen.“

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Sanierungsmaßnahmen an der Barbarossamauer. Fotos: Stadt Aachen / Stefan Hermann

Die Barbarossamauer ist ab dem Jahr 1171 errichtet worden. Benannt wurde die Verteidigungsanlage nach Kaiser Friedrich I. Barbarossa, der Aachen im Jahr 1166 die Münz-, Markt- und Stadtrechte verliehen hat. Im 12. Jahrhundert ist vor der Mauer zusätzlich ein etwa fünf Meter tiefer und bis zu 25 Meter breiter Graben gezogen worden – der dem heutigen gleichnamigen Grabenring entspricht. Um der weiter wachsenden Stadt gerecht zu werden, errichteten die Aachener ab circa 1300 einen zweiten Mauerring.

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Bei den aktuellen Arbeiten an der Barbarossamauer kümmern sich Experten darum, das über die Jahrzehnte stark angegriffene Mauerwerk wieder auf Vordermann zu bringen. Ein Problem war vor allem der starke Pflanzenbewuchs, der über die Jahre die Steine auseinandergedrückt hat. Ganze Bäume samt Wurzeln und Ästen wurden mittlerweile entfernt. In der Hülle wurden so zahlreiche Löcher sichtbar, Fugen waren aufgesprengt. „Wir sorgen nun dafür, dass das Mauerwerk wieder für die nächsten Jahrzehnte fit gemacht wird. Zugleich legen wir großen Wert darauf, das historische Gesamtbild so wenig wie möglich zu beeinträchtigen“, erklärt Chaumet. Daher verwenden die Steinmetze mit Grauwacken vorrangig harte, widerstandsfähige und zugleich authentische Steine. Hohlräume werden zusätzlich mit Mörtel verfüllt. Um zu verhindern, dass künftig von oben Wasser in die Mauer eindringt oder erneut Pflanzen dem mittelalterlichen Gemäuer zusetzen, erhält das mittelalterliche Denkmal eine Bleihaube als schützendes „Dach“.

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Die Arbeiten sollen bis Ende März abgeschlossen sein.

Herausgegeben am 30.01.2020 von:

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