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Nachberichterstattung zum Bürgerforum am 01. 09. 2020 im Depot Talstraße

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„Ihre Meinung ist uns wichtig“ ist seit jeher der Leitspruch des Bürgerforums der Stadt Aachen. Aus diesem Grund kommt das Bürgerforum normalerweise gerne in die Nähe seiner Antragsteller. Wegen des Corona Virus musste aber auch dieser Ausschuss des Stadtrats einen Gang zurückschalten.

Weiterhin öffentlich, aber mit der Verpflichtung Schutzmaßnahmen nach CoronaSchVO, wie geeignete Vorkehrungen zur Hygiene und die Rückverfolgbarkeit der Anwesenden sicherzustellen, tagte das Bürgerforum am 1. September 2020 ab 18:00h im Depot Talstraße.

Aachener Schulen für unsere Zukunft – Umsetzung der Global Goals für nachhaltige Entwicklung
Ein Paradebeispiel für politische Teilhabe konnten ca. 100 Gäste nebst Gremium von Schülervertreter*innen verschiedener Aachener Schulen erleben. Die Schüler*innen hatten bereits am 25. Juni 2020, in einer konzertierten Aktion, gut durchdachte Forderungen an die Stadtverwaltung  gerichtet und diese als Anträge an Herrn Oberbürgermeister Marcel Philipp im Rathaus überreicht. Der erste Schritt in die Beratung und eine zeitnahe Umsetzung sollte nun im Bürgerforum angestoßen werden.

Nach einem kurzen Rückblick in die Entstehungsgeschichte des Schülerprojekts von Frau Luckhard, einer Lehrerin der 4. Aachener Gesamtschule, wie auch Frau Bezirksbürgermeisterin Hilde Scheidt, die seit Jahren als Schirmherrin des Schülerprojekts fungiert, traten die Schüler*innen abwechselnd vor und erläuterten ihre Wünsche. Diese wurden in Anlehnung an die, von den Vereinten Nationen festgelegten, Global Goals ausgearbeitet. Die Schüler*innen nennen sie: Die 17 wichtigsten Ziele unserer Zeit!

In ihren Anträgen forderten die Schüler*innen u.a. gerade auch angesichts der Coronakrise eine bessere technische Ausstattung an den Schulen, Bio-Fleisch und nachhaltig produzierte Nahrung in den Mensen, Vermeidung von Plastikmüll, ein Mülltrennungskonzept für alle Aachener Schulen, bis hin zu dem Wunsch der offenen Bekennung von Zusammenhalt und Toleranz seitens der Stadt Aachen

Punkt für Punkt führten sie ihre Ideen und Vorschläge aus, während Gremium und Gäste vor Ort aufmerksam zuhörten. Der ausdrückliche Wunsch der Schüler ist es, dass die Stadt einen Beitrag zu Umsetzung Ihrer Anträge leistet.

Während es bei dem einen oder anderen Punkt durchaus verschiedene Sichtweisen gab, zeigten sich Gremium und Verwaltung in einem Punkt einig. Alle Anträge sind anstandslos unterstützenswert und sollten schnellstmöglich in den Fachausschüssen behandelt werden.

Verbesserung der baulichen Gegebenheiten für innerstädtischen nicht-motorisierten Individualverkehr
Der zweite Antrag, auf Verbesserung der baulichen Gegebenheiten für innerstädtischen nicht-motorisierten Individualverkehr wurde von einem Aachener Bürger an das Bürgerforum der Stadt Aachen gerichtet. Da dieser nicht persönlich vor Ort sein konnte, eröffnete Herr Müller aus dem Fachbereich Stadtentwicklung und Verkehrsanlagen den Tagesordnungspunkt und erklärte, dass sich der Antrag mit fortschrittlichen Themen befasst (Kreuzungsbereiche/Straßenüberquerungen niveaugleich gestaltet; Ampelschaltung intelligenter machen; Schilderwald in der Innenstadt lichten) die auch bereits größtenteils in Bearbeitung bei der Verwaltung sind und auch weiterhin in den entsprechenden Fachausschüssen auf der Tagesordnung stehen werden. Das Bürgerforum unterstützte den Bericht der Verwaltung durch eine eindeutige Empfehlung den Antrag zu weiteren Beratung in den Mobilitätsausschuss zu verweisen.

Unterbindung der Schleichverkehre auf dem Templergraben im Bereich des Hauptgebäudes der Hochschule
Ein Aachener Dauerbrenner schaffte es erneut, zur Beratung vor einen städtischen Ausschuss. Die studentische Eigeninitiative Uni.Urban.Mobil, gemeinsam mit den Fahrradclubs VCD und ADFC beantragen eine effektive Unterbindung der Schleichverkehre auf dem Templergraben, sowie die Ergreifung von Maßnahmen gegen entstehende Ausweichverkehre auf dem Annuntiatenbach und auf der Jakobstraße.

Unter Teilnahme von hochrangigen Experten, Frau Prof. Christa Reicher, Lehrstuhl- und Institutsleitung Fakultät für Architektur, RWTH Aachen, Vorsitzende des Gestaltungsbeirates der Stadt Aachen und Herrn Prof. Dr. Tobias Kuhnimhof, Leiter Lehrstuhl und Institut für Stadtbauwesen und Stadtverkehr präsentieren die Antragsteller ihre Vorstellungen von der Gestaltung des Areals rund um Hauptgebäude, Super C und Kármán-Auditorium.

Bereits während der Anhörung der Experten wurde schnell klar, dass der Bereich am Templergraben schon immer als Platz, als sogenannter „Shared Space“ geplant war. Dieser gemeinsame Raum funktioniert derzeit aber nicht in Gänze. Dies bestätigte das Gremium und gelangte im Konsens zu einem Beschluss: Demzufolge soll am Templergraben ein „Reallabor“ eingerichtet werden, um zu prüfen, inwieweit die Vorstellungen der Befürworter eines autofreien Templergrabens in die Tat umgesetzt werden können. Auch aus städtebaulicher Sicht wurde mehrfach betont, dass keine großen Umbaumaßnahmen nötig seien, lediglich der Verkehr müsse verringert werden um die Aufenthaltsqualität auf dem Campus zu erhöhen. Frau Professor Reicher ermutigte die Stadtplaner zum zügigen und mutigen handeln, während der Fokus noch auf den Klimaschutz erweitert wurde. Konsens der Verkehrsforscher: Es muss dem motorisierten Individualverkehr schwerer gemacht werden! Möchte man die ehrgeizigen Klimaziele der Städteregion erreichen, geht es kurzum nicht anders.

In einem sind sich aber alle einig: Aachens Mobilität steht, wie überall, vor einem großen Umbruch. Dennoch dürfe man nicht aus den Augen verlieren, dass nahe des Templergrabens die Brückensanierung Turmstraße ansteht, die ebenfalls eines, mit sehr viel Sensibilität geplanten,  Umleitungskonzeptes bedarf. Ob sich beide Themen nebeneinander realisieren lassen ist Bestandteil weiterer beratender Sitzungen im Mobilitätsausschuss.

Nähere Informationen zur Sitzung und die gesamte Niederschrift können Sie zeitnah im Ratsinformationssystem für Bürgerinnen und Bürger einsehen.

Sofern Sondersitzungen des Bürgerforums vorgesehen sind, erfolgt selbstverständlich eine Information über die die lokalen Tageszeitungen, der Homepage der Stadt Aachen www.aachen.de, sowie dieser stets aktualisierten Informationsseite des Bürgerforums.

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