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SEPA



 

...auch bei der Stadt Aachen ein Thema!

Den Begriff SEPA haben Sie in letzter Zeit wohl häufiger gehört oder gelesen. Vielleicht haben Sie die Informationsreihe in der Aachener Tagespresse verfolgt oder sich bereits bei Ihrer Bank oder Sparkasse umfassend informiert. Vielleicht aber können Sie diesen Begriff möglicherweise noch nicht richtig einordnen. Deshalb möchte die auch Stadt Aachen, die ja selbst auch Betroffene ist, Ihre Bürgerinnen und Bürger über das Verfahren informieren.

sepa_logoHinter der Abkürzung SEPA steht die englische Bezeichnung Single European Payments Area, übersetzt "Einheitlicher Europäischer-Zahlungsverkehrsraum". Durch EU-Gesetz sind alle Mitgliedstaaten verpflichtet, bis zum 1. Februar 2014 die nationalen Zahlverfahren im bargeldlosen Zahlungsverkehr (Überweisungen, Lastschriften) auf ein einheitliches europäisches Zahlverfahren umzustellen. An diesem einheitlichen Euro-Zahlungsverkehrsraum nehmen neben den 27 EU-Mitgliedsstaaten fünf weitere Staaten, wie etwa die Schweiz oder Liechtenstein, teil.

Von der  Umstellung sind alle Teilnehmer am bargeldlosen Zahlungsverkehr betroffen, neben den Banken und deren Kunden natürlich auch alle Gläubiger, die ihre Forderungen per Lastschriften von Konten einziehen. Dazu gehört auch die Stadt Aachen als Kommune.

Schon seit geraumer Zeit wird daher bei der Stadt Aachen an der Vorbereitung der Umstellung und der Gestaltung eines reibungslosen Überganges gearbeitet. Die Einführung des neuen Verfahrens erfolgt gestaffelt, zunächst für den Überweisungsbereich, später auch für den Bereich der Lastschrifteinzüge.

Für Sie als Bürgerinnen und Bürger und Abgabenpflichtige ändert sich wenig, in der Regel müssen Sie nichts tun, die Umstellung geht vielmehr automatisch vonstatten. Eine einmal erteilte Einzugsermächtigung bleibt wirksam; sie wird automatisch von der Stadt Aachen auf IBAN (= International Bank Account Number) und BIC (=Bank Identifier Code) umgestellt. Die IBAN ersetzt die bisherige Kennzeichnung eines Girokontos durch Kontonummer und Bankleitzahl. Diese beiden Nummern werden in eine einheitliche, internationale Bankkontonummer überführt. Sie setzt sich in der Regel zusammen aus dem Ländercode DE für Deutschland, einer 2-stelligen Prüfziffer, der 8-stelligen Bankleitzahl  sowie der 10-stelligen Girokontonummer. IBAN und BIC finden Sie bereits seit geraumer Zeit auf ihrem Kontoauszug.

Sofern Sie also in der Vergangenheit der Stadt Aachen eine Einzugsermächtigung erteilt haben, wird der Fachbereich Steuern und Kasse Sie in den nächsten Wochen in einem separaten Schreiben darüber informieren, dass die von Ihnen erteilte Einzugsermächtigung in eine so genannte SEPA-Basislastschrift umgedeutet wird. In diesem Umdeutungsschreiben wird neben IBAN und BIC auch eine  Gläubigeridentifikationsnummer und eine Mandatsreferenznummer genannt werden. Die 18-stellige Gläubigeridentifikationsnummer ist eine eindeutige Kennung, die jeder Gläubiger im Rahmen der SEPA-Umstellung bei der Deutschen Bundesbank beantragen muss. Die Mandatsreferenznummer dient der eindeutigen Kennzeichnung des von Ihnen erteilten Mandates und wird von der Stadt Aachen als Gläubiger vergeben. Wann die Stadt Aachen erstmals von der SEPA- Basislastschrift Gebrauch macht, wird ebenfalls in dem Schreiben des Fachbereichs Steuern und Kasse angegeben.

Sofern Sie in der Zukunft zur Begleichung wiederkehrender städtischer Forderungen, wie zum Beispiel Grundbesitzabgaben, erstmals am SEPA Lastschrifteinzugsverfahren teilnehmen wollen, müssen Sie der Stadt Aachen ein SEPA-Lastschriftmandat erteilen - das ist der Nachfolger der bisherigen Einzugsermächtigung. Der Antrag bedarf der Schriftform, muss unterschrieben und mit einem Ausstellungsdatum versehen sein. Hierzu wird es demnächst auch einen Vordruck mit dem verbindlich vorgeschriebenen Mandatstext zum Download unter www.aachen.de geben.

Das SEPA-Verfahren sieht vor, dass Sie in Zukunft durch eine so genannte „Pre-Notifikation“ spätestens 14 Tage vor dem Lastschrifteinzug über die bevorstehende Abbuchung informiert werden. Die Stadt Aachen wird, soweit möglich, zur Minimierung von Portokosten und Verwaltungsaufwand auch bereits Bescheide und Rechnungen als Pre-Notifikaton zu nutzen.

Hinweis:

Nach wie vor haben Sie auch zukünftig beim SEPA-Mandat eine Widerspruchsfrist gegen Abbuchungen von Ihrem Konto. Diese Widerspruchsfrist beträgt acht Wochen und beginnt mit dem Tag der Belastung in Ihrem Kontoauszug.

Sollten Sie noch weitere Fragen zum Thema SEPA haben, so können Sie sich hier informieren:

  • im Internet unter www.aachen.de oder auf den Seiten der Bundesbank
  • persönlich bei Ihrer Bank oder Sparkasse
  • im städtischen Fachbereich Steuern und Kasse unter den Rufnummern 432 2150 und 432 2180.