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Werkstattverfahren Ortsmitte Haaren

Aus dem Integrierten Handlungskonzept Haaren ist der Bereich „Markt und Mitte“ als räumlicher Schwerpunkt hervorgegangen. Für die Ortsmitte wird aktuell in einem dialogorientierten Planungsverfahren ein Entwicklungskonzept erarbeitet. Dieses soll sowohl funktionell durchdacht als auch räumlich und gestalterisch der Bedeutung des Ortes angemessen sein. Dabei sind alle wesentlichen Anforderungen der verschiedenen Nutzungsansprüche angemessen zu berücksichtigen.

Hierfür wird derzeit ein „kooperatives Werkstattverfahren“ durchgeführt. Dabei erarbeiten drei Planer-Teams (Arbeitsgemeinschaften aus Landschafts-/Freiraumplaner und Verkehrsplaner) in einem wettbewerbsähnlichen Verfahren Planungs- und Entwicklungskonzepte. Im Blick der Planungen steht die Ortsmitte Haaren vom Ortseingang an der Wurm entlang der Alt-Haarener Straße über den Haarener Markt bis zur Einmündung Friedenstraße. Besondere Bedeutung innerhalb der Ortsmitte kommt dem Kirchenumfeld „Rund um St. Germanus“ sowie dem Bereich der Wurm- und Haarbachaue als Übergang zum Park am alten Friedhof zu. Für den Haarener Markt und die Alt-Haarener Straße sind mittel- bis langfristige Ideen und strategische Ansätze zum Umgang mit den konkurrierenden Nutzungsansprüchen im Straßenraum gefragt.

Die Konzepte werden in engem und stetem Austausch mit Akteuren vor Ort („Ortsexperten“), Politik und Verwaltung in einem moderierten Verfahren erarbeitet. Zur Vorbereitung des Werkstattverfahrens haben 2016 verschiedene Veranstaltungen als Auftakt des Beteiligungsprozesses stattgefunden. Dies waren zwei Stadtteilspaziergänge für interessierte Bürgerinnen und Bürger, ein Ortsexperten-Workshop sowie ein Verwaltungsworkshop zum Thema Verkehr.

Zum Austausch bzw. zur Rückkoppelung finden im Werkstattverfahren regelmäßige Termine mit den Planungsbeteiligten statt. Im Juli und September 2017 haben „Feedback“-Workshops stattgefunden, bei denen die Planer-Teams ihre Entwurfsansätze und Konzeptideen vorgestellt und mit Ortsexperten, Politik und Verwaltung diskutiert haben.

Am 8. November 2017 hat eine öffentliche Zwischenpräsentation für alle interessierten Bürgerinnen und Bürger, Akteure sowie Vertreter aus der Politik stattgefunden. Dabei haben die drei Planer-Teams ihre Entwurfskonzepte vorgestellt und Gelegenheit für Fragen und Diskussion gegeben. Mehr als 100 Teilnehmende nahmen diese Gelegenheit wahr und brachten ihre Sichtweise, Ideen und Anregungen für die weitere Bearbeitung der Entwürfe ein.

Interessierte haben auch die Möglichkeit, per Mail eine Rückmeldung zu den Entwurfskonzepten (Stand 8. November 2017) bis 26. November 2017 zu geben an: stadterneuerung@mail.aachen.de

Die Planer-Teams müssen bis Ende des Jahres 2017 ihre finalen Entwurfskonzepte erarbeiten und einreichen. Eine Jury wird dann voraussichtlich Anfang 2018 über die Konzepte beraten und diese bewerten. Die Jury ist – ähnlich wie in einem Planungswettbewerb – besetzt durch Fach- und Sachpreisrichter. Fachpreisrichter sind externe Fachleute aus den verschiedenen Fachdisziplinen (z.B. Stadt-, Landschafts- und Verkehrsplanung) und der Fachverwaltung. Sachpreisrichter sind Vertreter der Ratsfraktionen sowie zwei Sprecher der „Ortsexperten“. Für den Bereich „Rund um St. Germanus“ soll an das Planer-Team mit dem besten Konzept eine Folgebeauftragung für die weitere Planung vergeben. Auch für den Bereich der Wurm- und Haarbachaue soll das beste Konzept für eine evtl. Folgebeauftragung herausgearbeitet werden.

Die Planungs- und Entwicklungskonzepte, die in dem Werkstattverfahren erarbeitet werden, bilden damit die Grundlage für die weitere, detailliertere Planung und die Beantragung von weiteren Fördermitteln.

Das Werkstattverfahren ist ein wichtiger Baustein zur Umsetzung des Integrierten Handlungskonzeptes Haaren, das von Bund und Land Nordrhein-Westfalen mit Mitteln aus der Städtebauförderung finanziell unterstützt wird. Eine erste Förderstufe wurde bereits Ende 2015 bewilligt.

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