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Burtscheid (Mitte)

Maßnahmenprogramm Burtscheid 2010- 2013

Burtscheid_start..Am 02.12.2010 wurde im Planungsausschuss das Programm für Sofortmaßnahmen in Burtscheid beschlossen. Von 2010 bis 2013 wurden damit jährlich 50.000 Euro für Reparaturmaßnahmen und Verbesserungen in Burtscheid bereitgestellt.

Die Maßnahmen erfolgten in mehreren Schritten, um die Aufenthaltsqualität im Bereich vom Burtscheider Markt über Abteitor und Kapellenstraße (Fußgängerzone) bis zum Kapellenplatz/Ferberpark erkennbar zu verbessern. Hierzu entwickelt die Verwaltung ein Maßnahmenpaket, das sowohl im Rahmen der vorhandenen Haushaltsmittel als auch zeitnah realisiert werden konnte.

Maßnahmenpakete

Die Klarheit der räumlichen Struktur im Erscheinungsbild des Burtscheider Zentrums war zu Beginn der Maßnahmen nicht erkennbar. Eine Vielfalt verwendeter Oberflächen, Ausstattungselemente und Gestaltungsprinzipien, die auf eine ständige zeitliche Überformung zurückzuführen sind, prägten das Bild von Burtscheid. Ein gründlicher Umbau, insbesondere der Straßen- und Platzflächen, konnte mit den  zur Verfügung stehenden Mitteln nicht gestemmt werden

Das vorgestellte Maßnahmenpaket hat jedoch deutlich sichtbare Akzente gesetzt, die die Attraktivität des Kurzentrums und ein einheitliches Erscheinungsbild des Stadtraumes gestärkt haben:

1. Säuberung von Pflanzbehältern und Brunnenanlagen
Brunnen_200

Die gründliche und umfassende Säuberung von Pflanzbehältern und  Brunnenanlagen durch den Stadtbetrieb ist durchgeführt worden.

2. Renovierung und Vereinheitlichung der Sitzmöbel auf den Plätzen
sitzmoebel

Ein weiterer Baustein zur Auffrischung und Attraktivierung des in die Jahre gekommenen Kurbereichs ‚Burtscheid’ war die Sanierung der Bänke und Sitzbereiche im Bereich des Burtscheider Marktes und des Abteitores und der Kapellenstraße. Die Maßnahme wurde im Jahr 2012 abgeschlossen.

3. Beleuchtung

In Abstimmung mit der Stawag wurde ein Beleuchtungskonzept für den Bereich Burtscheider Markt, Abteitor, Kapellenstraße  erarbeitet.
Die Masten der Straßenleuchten wurden in ihrer Höhe angeglichen und in anthrazith (DB 703) gestrichen. Die vorhandenen Leuchtenköpfe wurden gegen einen zeitgemäß ansprechenderen Leuchtentyp (Bsp. Bahnhofstraße) ausgetauscht, wie im Gestaltungshandbuch der Stadt Aachen vorgeschlagen. Die zusätzliche Beleuchtung des historischen Abteitores am Abteiplatz  wurde in Abstimmung mit dem Förderverein ‚Lichtprojekt Aachen e.V.’ durchgeführt.

4. Pflanz-, Blüh- und Pflegekonzept

Die gestalterische Gesamtlanung für ein Pflanz-, Blüh- und Pflegekonzept als verbindendes „grünes“ Element zwischen Burtscheider Markt und Ferberpark erstellte der Landschaftsgärtners Peter Janke. Die von ihm erstellten Pflege- und Produktionsvorschläge ermöglichten Synergieeffekte innerhalb der Verwaltung und erfolgten in enger Zusammenarbeit mit der Stadtgärtnerei.

Grundidee Pflanz-, Blüh- und Pflegekonzept Burtscheider Markt

Burtscheider_Markt_200Burtscheid ist bekannt durch seine Quellen und unterirdisch durchzogen von Bächen. Da derzeit keine Haushaltsmittel für die Offenlegung der Bäche zur Verfügung stehen  wurde das Thema Wasser aufgenommen und in Pflanzstrukturen übersetzt. So durchzieht ein blaues mäandrierendes Band die Beete des Burtscheider Marktes von Abteitor bis Marktbrunnen. Durch Staudenpflanzungen und kleine Gehölze wird es zusätzlich akzentuiert.

Grundidee Pflanz-, Blüh- und Pflegekonzept Kapellenplatz:

Kapellenplatz_200Der Kapellenplatz stellt sich dagegen als funktionaler Platz dar, der in seiner Struktur von geometrischen Grundformen geprägt ist. Diese wurde durch die Pflanzstrukturen aufgenommen und weiterentwickelt.

 

Grundidee Pflanz-, Blüh- und Pflegekonzept Kapellenstraße:

Im Bereich der Kapellenstraße wurde die Unterpflanzung der Baumbeete ergänzt. Paten für die Baumbeete wurden im Rahmen einer öffentlichen Veranstaltung gefunden.

Gesamtziel war die Entwicklung eines kostenneutralen Pflegekonzeptes. Durch die Umstellung von saisonaler Bepflanzung auf ein auf ca. 5 Jahre angelegtes Pflanz- und Pflegekonzept, das langlebige Stauden und Gräser mit Wechselflor kombiniert, werden die jährliche Gesamtaufwendungen reduziert. Ein Teil der benötigten Pflanzen wurde und wird in der Stadtgärtnerei angezüchtet. Der externe Landschaftsgärtner hat einen detaillierten Pflegeplan in der Abfolge des Jahreslaufs für die Stadtgärtnerei erstellt. Die Mitarbeiter der Stadtgärtnerei wurden im Thema Staudenpflege entsprechend geschult. Die Resultate der Pflanzungen sind bereits seit drei Jahren zu sehen.

bluehkonzept

5. Thermalwasserroute

Der Thermalwasserzug von Burtscheid ist 2200 Meter lang und durch zahlreiche Quellvorbrüche gekennzeichnet, die sich in einer unteren und einer oberen Quellengruppe konzentrieren. Elf Quellen sind noch zugänglich, von denen heute noch vier genutzt werden. Sie zählen mit bis über 72 °C zusammen mit den Thermalquellen von Karlsbad zu den heißesten Quellen Mitteleuropas.

In Zusammenarbeit mit der Bürgerstiftung Lebensraum hat sich Ende 2007 eine Initiative gegründet, die auf die Existenz und Bedeutung der Aachener und Burtscheider Thermalquellen aufmerksam macht. In Abstimmung mit dem Fachbereich Stadtentwicklung und Verkehrsanlagen wird ein Konzept erarbeitet,  welches die Thermalquellen in Burtscheid erlebbar machen und das Thema Thermalwasser wieder stärker in das öffentliche Bewusstsein führen wird.

Rosenquelle

Die Rosenquelle im Burtscheider Kurgarten, zuvor lediglich durch einen Schachtdeckel und eine Einstiegsluke erkennbar, wurde im Rahmen einer technischen Erneuerung gleichzeitig durch eine bauliche Maßnahme sichtbar sowie durch eine integrierte  Medienstation angemessen „erlebbar“ gemacht.

Die Projektgruppe Thermalwasserroute der Bürgerstiftung Lebensraum arbeitete die Inhalte der Medienstation aus. Via Touchscreen können historische Informationen und geologische Hintergründe zu den Burtscheider Thermalquellen abgerufen werden. Auf einer  thermalwasserbeheizten Sitzbank des Quellbauwerkes kann man Geschichten aus dem Kur- und Badeleben Burtscheids und Sagen rundum das Thermalwasser lauschen.

Interessierte Bürger und Institutionen, die mit dem Thema Wasser, Geologie und der Geschichte Burtscheids verbunden sind, haben den Bau des modernen Quellgebäudes sowie die Umsetzung der Medien- und Hörstation finanziell unterstützt und möglich gemacht.

Vitrine Burtscheider Quellen

Eine Vitrine am Burtscheider Markt wurde mit Wissenwertem und Informativem zu den Burtscheider Quellen umgestaltet, um Touristen, Kurgästen und Aachenern  über die Bedeutung der heißen Thermalquellen zu informieren.

In der Vitrine ist die Thermalwassernutzung sowie der Verlauf des Wurmbachs (heute unterirdisch) und die historische Nutzung des Wassers des kalten und warmen Baches in Burtscheid dargestellt.  In Zusammenarbeit mit einigen Mitgliedern der Projektgruppe Thermalwasserroute der  Bürgerstiftung Lebensraum

Weitere Informationen zur Thermalwasserroute