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Sanierung und Umnutzung der denkmalgeschützten Turnhalle

Sanierung und Umnutzung der denkmalgeschützten Turnhalle

Denkmalgerechte Umnutzung der alten Turnhalle Marktstraße zu einem kulturellen Zentrum

 

September 2020:

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Der Dachstuhl wird denkmalgerecht saniert und ertüchtigt. Im Einzelnen werden die Binderfüße freigeschnitten , ersetzt und verstärkt, die Aufschieblinge teilweise ersetzt, die Pfetten teilweise ersetzt oder verstärkt und das teilweise ersetzen oder an den Auflagern sanieren der Deckenbalken über den Umkleiden. Ziel bei der Sanierung ist soviel Originalsubstanz wie möglich zu erhalten.

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August 2020:

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Die Baumaßnahme startete im Juli. Zunächst wird der Dachstuhl und das Dach saniert.

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Dazu wurde das Gerüst und das Bauschild aufgestellt, erste Sicherungsmaßnahmen durchgeführt und die zu sanierenden Hauptbinder abgestützt. Zudem wurden vereinzelt notwendige Entkernungen durchgeführt.

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2020:

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Hitstorisches Bild

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Anlass:
Nachdem auf dem Gelände der Grundschule eine neue Turnhalle errichtet wurde, kann nun die denkmalgeschützte alte Turnhalle aus dem Jahr 1927 umgenutzt werden als Versammlungsstätte für die Schule und den gesamten Stadtbezirk Brand.

Lage:
Die alte Turnhalle liegt im Stadtbezirk Brand in der Marktstraße. Sie grenzt mit Ihrer Seitenfassade direkt an den Marktplatz an und liegt somit in der Mitte Brands.

Maßnahmen:
• Denkmalgerechte Sanierung Dachstuhl und Dachdeckung
• Denkmalgerechte Sanierung/ Wiederherstellung Fenster, Außenputz und Malerarbeiten
• Umnutzung der Turnhalle zur Versammlungsstätte. Brandschutztechnische Ertüchtigung. Rückbau der Umkleiden und Umnutzung zu Nebenräumen der Versammlungsstätte
• Erneuerung der Lüftungs- und Heizungsanlagen
• Sanierung WC-  Anlagen

Maßnahmenbeschreibung:
Ziel der Maßnahme ist die Sanierung der unter Denkmalschutz stehenden alten Turnhalle der KGS Marktschule und deren Umnutzung zu einer Versammlungsstätte. 
Die hierfür notwendigen baulichen Maßnahmen beinhalten zu Beginn die statische Ertüchtigung der Holzkonstruktionen des Dachstuhls sowie der verschiedenen Geschossdecken, den Rückbau der vorhandenen Dacheindeckung sowie deren Erneuerung mittels Dachschindeln aus Aluminium, einschl. den hiermit verbundenen Sicherungsmaßnahmen bzw. Gerüstarbeiten.
Im Anschluss daran erfolgt ein Umbau der vorhandenen Nebenräume im Erdgeschoss und deren Neuordnung. Hierbei werden die für die Nutzung der Versammlungsstätte notwendigen Räumlichkeiten erstellt, unter anderen eine Garderobe, eine Teeküche, eine Umkleide sowie ein barrierefreies WC.
Die bereits vorhandenen WC-Räume für Damen und Herren im Erdgeschoss werden lediglich entsprechend den heutigen Anforderungen modernisiert. 
Die alte Turnhalle selbst erhält neue, in Anpassung an die Erbauungszeit (1927), mehrfach gegliederte Fenster, in welchen die notwendigen RWA-Anlagen integriert werden. Hierzu ist eine Anhebung der jetzigen Brüstungshöhe erforderlich.
Abgesehen davon unterliegt der Innenraum der alten Turnhalle lediglich kleineren baulichen Veränderungen – entsprechend den Anforderungen an eine Versammlungsstätte. Hierzu gehören neben einer neuen Farbfassung der geputzten Wand- und Deckenflächen, die Montage und Anordnung von neuen Heizkörpern und Deckenleuchten.
Die ehemalige Hausmeisterwohnung (Ober- und Dachgeschoss) wird zur Aufstellung der neuen Lüftungsanlage genutzt, einschl. einem hierfür notwendigen Rückbau der Holzbalkendecke über dem Obergeschoss sowie einiger Innenwände.
Der sich im Obergeschoss, oberhalb der vorab beschriebenen Nebenräume im EG, befindliche Unterrichtsraum wird in seiner jetzigen Form saniert und der schulischen Nutzung zugeordnet.
Die Fassaden des Gebäudes werden in Abstimmung mit der Denkmalpflege in Ihrer ursprünglichen Farbfassung wiederhergestellt, wobei neben der Erneuerung der Dachentwässerung ein Austausch der teilweise vorhandenen Kunststoff-Fenster durch Holzfenster geplant ist.
Auf die oberen Geschossdecken, welche unmittelbar an den Dachraum angrenzen, wird eine Mineralwolldämmung ausgelegt.
Die Erneuerung der technischen Gebäudeausrüstung beinhaltet neben der bereits erwähnten raumlufttechnischen Anlage, die Abwasser- und Wasseranlagen, die Wärmeversorgungsanlage, die MSR und Gebäudeautomation, die Elektroinstallation sowie die Blitzschutz- und Brandmeldeanlagen.
Die im Zuge der Baumaßnahme erforderlichen Landschaftsbauarbeiten beschränken sich auf die Wiederherstellung der Außenflächen nach Fertigstellung der Sanierungsarbeiten sowie auf Arbeiten geringeren Umfangs, wie zum Beispiel das Herstellen von Standrohranschlüssen, dem Einbau von Fußabstreifern sowie die Vergrößerung eines bereits vorhandenen Stellplatzes.

Auszüge aus der Denkmalliste:
„Schule (ehemals Volksschule), errichtet 1922 -27, mehrteiliges Bauensembel bestehend aus Hauptgebäude, Verbindungsbau, Turnhalle, Sanitärtrakt, Teil der Umfassungsmauer mit Pavillion. Historisch geprägter Bau mit Anklängen an Expressionismus und Art Deco.“
„Die ehemalige Volksschule in Brand ist daher ein bedeutendes Zeugnis der Bildungs- und Schulgeschichte sowie der allgemeinen gesellschaftlichen Situation nach dem ersten Weltkrieg.“
„Durch den Bau u. a. des Rathauses, der Feuerwehr, der neuen Kirche St. Donatus mit Pfarrgebäuden, sowie den Bau der Volksschule wurde das neue Zentrum gestärkt und die wesentlichen Einrichtungen hier konzentriert, womit die Schule auch als Teil eines städtebaulichen Mittelpunktes fungierte.“
„Von der zuständigen Aufsichtsbehörde wurde der Bau gar als Mustergültig für andere Gemeinden bezeichnet.“

LageplanKenndaten:
•   Umbau: 
Denkmalgerechter Umbau der ehem. Turnhalle Marktstr. zum kulturellen Zentrum
•   Nettoraumfläche (NRF): 764 m², Bruttorauminhalt (BRI): 6.384 m³
•   Ausführungsstart: Juni 2020
•   voraussichtlicher Fertigstellungstermin: August 2021
•   Architekten: Schüppel von Hehn GbR

 

 

 

Grundrisse:

G 13_Grundriss EG - BP 4

GG 10_Grundriss EG - BP 1

Schnitte und Ansichten:

G 06_NO-Ansicht + Schnitt D-D

G 08_NW-Ansicht + Schnitt B-B mit NW-Ansicht

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