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Von anderen Städten lernen

Fachleute der Stadt Aachen fuhren am 14.11.211 nach Monheim, um sich vor Ort ein Bild von der Präventionskette zu machen

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Prävention, systematisch gestaltet und koordiniert, zeigt Wirkung. Ein ermutigendes Beispiel ist die Stadt Monheim am Rhein. Seit 2002 wird dort eine entsprechende Präventionskette erarbeitet. Die Ergebnisse können sich sehen lassen und machen Mut:

  • im sozialen Brennpunkt wurde die Anzahl der Übergänge zur Hauptschule halbiert und
  • der Übergang zum Gymnasium von 14% auf 20% gesteigert werden.

Die Stadt Monheim hat in vorbildlicher Weise positives Aufwachsen von Kindern gefördert. Von diesen Erfahrungen möchte die Stadt Aachen gerne profitieren. Deshalb ist eine Delegation von Fachleuten nach Monheim gefahren. Die kommunalen Netzwerkkoordinatorin, Inge Nowak hat die Monheimer Vorgehensweise – MOKI -  mit entwickelt und den Aachener Fachleuten vorgestellt.

Einige Eindrücke und nachahmenswerte Beispiele konnten die Fachleute „mitnehmen“.

Hier die Einschätzungen einzelner Mitglieder der Delegation:

Frau De Costa, Familienzentrum Regenbogen:

Die Offenheit, mit der uns alles gesagt und gezeigt wurde hat mir sehr gefallen. Ich kann spüren, dass die Begeisterung und Überzeugung für die Sache im Vordergrund steht und alles was wir brauchen übernommen werden darf. Für mich ist der Monheimer Ordner, indem die Angebote für Eltern und Kinder übersichtlich zusammengestellt sind, eine wunderbare Hilfe für das Familienzentrum. Denn wir können die Struktur übernehmen und sie mit unseren Inhalten füllen. So einen Ordner haben wir uns immer gewünscht, als Hilfe für alle neuen Familienzentren.

Frau Blankennagel, Martin-Luther-Haus:

Zuerst möchte ich mich nochmals für die Möglichkeit, das Projekt in Monheim besuchen zu dürfen, bedanken. Mitgenommen habe ich vor allen Dingen, die Freude von Frau Nowak, die kommunale Netzwerkkoordinatorin, an der Arbeit. Darin konnte ich mich sehr gut wiederfinden. Der Erfolg der Arbeit in MOKI hat sicherlich nicht zuletzt mit ihrem Engagement und ihrer Freude an der Arbeit zu tun. Überrascht hat mich die Ausstattung des Cafes. Hier habe ich erkannt, dass das „Ambiente“ einer Räumlichkeit für das Gelingen einer Veranstaltung oder eines Projektes sehr wichtig ist. Es hat ganz einfach etwas mit Wertschätzung zu tun. Die Konsequenz, mit der die Stadt Monheim sich der Kinder mit geringen Chancen annimmt, hat mich sehr beeindruckt. Das Konzept hat sich für mich sehr stimmig und gut vernetzt dargestellt. Die Akteure scheinen in der Sache gleichberechtigt miteinander zum Wohle der Familien zu arbeiten. Mich hat der Besuch in Monheim noch einmal bestärkt, die Arbeit hier vor Ort in unserem Hause -trotz aller Widerstände-  beharrlich fortzuführen und zu erweitern. Gerne würde ich hier noch besser vernetzt mit den Institutionen in Aachen zusammenarbeiten.

Frau Falk-Maicher, PiA-Besuchsdienst, Stadt Aachen:

Sehr klar wurde für mich die Notwendigkeit einer Person, die Regie führt, die die Fäden in der Hand hält, vernetzt. Die Vielschichtigkeit der Angebote fand ich beeindruckend, die Bedeutung und Notwendigkeit von Schulungen/Weiterbildungen der Pädagogen wurde klar. Wir haben hier in Aachen schon sehr viel an Angeboten, diese müssen gebündelt und weiterentwickelt werden. Sehr schön fand ich auch das Elterncafe mit seinen Möglichkeiten der Beratung und Schulung. In Aachen-Nord ein Elterncafe zu haben, würde Sinn machen.

Frau Noteborn, integratives Familienzentrum, Schikita:

Frau Nowak hat an einen sehr guten Einblick in ihre Arbeit dargestellt. Auch dort stellte sich heraus, dass ein gutes Netzwerk das A und O für eine erfolgreiche Arbeit an der Basis darstellt. Als Idee habe ich mitgenommen:

  • der Ordner der Kita´s und Familienzentren als Information für die Eltern
  • die gut verständlichen und übersichtlichen Flyer
  • das Marte Meo Projekt
  • die Eltern-Kind-Kurse „Starke Eltern-starke Kinder“ und „FuN“ (sollten auch in den AC Einrichtungen mehr verbreitet sein)
  • das Café (sollte es auch im Aachener Nord Viertel geben, z.B. in den ehemaligen Räumlichkeiten des StadtSportbundes Ecke Sigmundstraße). So ein  Cafe in Aachen Nord würde eine offene Anlaufstelle für Eltern, wie z.B. “Mutter mit 14 Jahren“, Jugendliche, Ehrenamtler, sein können.
  • für Aachen Nord wäre eine Familienzentren/Kita KoordinatorIn sehr hilfreich, um Netzwerkarbeit zu leben. Da jede Einrichtung für sich „das Rad nicht neu erfindet“, sollen Angebote einrichtungsübergreifend angeboten werden.

Frau Bührmann integratives Familienzentrum, Schikita:

  • Arbeiten mit Herz als Basis
  • Einzelnen Personen sind der Schlüssel zum Erfolg und bringen Nachhaltigkeit
  • Gute Ideen für unser Familienzentrum
  • In Nord sollte es ein Elterncafe geben, wie in Monheim
  • Tolle Sprachförderungs- und Schulfähigkeitsflyer
  • Gelder müssen stets von anderen Stellen akquiriert werden – dies muss man bejahen
  • Es braucht einen „Kopf“ (Koordinatorin), die auch praxisorientiert ist und von Basis kommt
  • Marte Meo
  • Die Familienzentren ziehen alle an einem gemeinsamen Strang und „wurschteln“ nicht für sich.

Frau Birkenbusch, Kita Hüttenstr. e.V.:

Für mich war sehr interessant, die Vernetzung und Ressourcenausschöpfung von vorhandenen Angeboten zu erfahren. Fraglich ist für mich, wie das auf Aachen übertragbar wäre, aufgrund der doch anderen räumlichen Strukturen und Wege. Die Flyer, in Zusammenarbeit mit den Institutionen erstellt, fand ich sehr professionell und ansprechend.

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