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2012

Dreiteilige Vortragsreihe in Aachen:

Himmelsrichtungen - Koordinaten einer mentalen Geographie

in Kooperation mit dem LudwigForum für Internationale Kunst und dem Institut für Politische Wissenschaft der RWTH Aachen

Die Himmelsrichtungen dienen nicht nur der räumlichen Orientierung. Sie sind „auch geistige Raumkonstruktionen, Weiser auf der Windrose der Zivilisation, Koordinaten einer mentalen Geographie“, so der Kulturhistoriker Dieter Richter. Schon in der Sprache zeigen Worte wie „Nordlicht“, „Südsee“, „Westernheld“ oder „Ostblock“ breit gespannte Assoziationsräume, deren Inhalte kulturhistorisch aufgeladen sind. Doch welchen Begriff machen wir uns vom „Norden“, welches sind die politisch-sozialen Kontexte und räumlichen Ideen, die „Der Süden“ oder „Der Osten“ heute hervorrufen?

Drei Vorträge mit anschließender Diskussion werden 2012 diesen Fragen nachgehen.

Der Eintritt ist an allen Abenden frei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

 

Nachschau

19.01.2012; Ludwig Forum, Jülicher Straße 97-109, Aachen:

Der Süden

Dieter Richter im Gespräch mit Alexander Cammann
Erfolgreicher Start der Veranstaltungsreihe ‚Himmelsrichtungen’ im Aachener Ludwig Forum

Die vier Himmelsrichtungen sind in Alltag und Sprachgebrauch fester Bestandteil unseres Lebens: Nicht nur als weitgehend wertfreie räumliche Orientierungseinheiten, sondern ebenso als mit Empfindungen und Assoziationen behaftete Räume. So träumen viele Deutsche vom Sommerurlaub im warmen Süden, während sie beim Gedanken an die kalte, ungemütliche Nordsee nur die Nase rümpfen. Mehr...

 

26.04.2012; Ludwig Forum, Jülicher Straße 97-109, Aachen:

Der Norden

Bernd Henningsen im Gespräch mit Stephan Michael Schröder
Fortsetzung der Veranstaltungsreihe ‚Himmelsrichtungen’ im Aachener Ludwig Forum

 
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Bernd Henningsen, Professor für Skandinavistik / Kulturwissenschaft am Nordeuropa-Institut der Humboldt-Universität zu Berlin beschäftigt sich in seinen Arbeiten mit „dem Norden“, der über alle nationalen, geographischen und natürlichen Unterschiede über Jahrhunderte hinweg als Einheit betrachtet wurde. Für die meisten Menschen liegt der Norden weit weg – schon ewig hatte man ein festgefügtes Bild von ihm, obwohl er in unerreichbarer Ferne lag. Gesprächspartner im Ludwig Forum war Stephan Michael Schröder, Professor für Skandinavistik am Institut für Skandinavistik / Fennistik an der Universität zu Köln. Mehr...

 

Der Osten

Manfred Sapper im Gespräch mit Katharina Raabe
Fortsetzung der Veranstaltungsreihe ‚Himmelsrichtungen’ im Aachener Ludwig Forum

 
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Schon in der Antike und im Christentum glaubte viele Menschen im westlichen Europa, die Erleuchtung käme aus dem Osten. Zugleich wähnte das Abendland aber auch große Gefahren im Osten: Mongolen, Türken – und im Kalten Krieg die Russen. Seit der Aufklärung gilt der Osten vielen in Abgrenzung zum Westen als rückständig und despotisch. Doch gilt das heute noch? Und wo verorten wir in Zeiten der Globalisierung eigentlich den Osten? Mehr...

 

 

Dreiteilige Vortragsreihe in Bonn, Aachen und Essen:

Kontroversen über Europa

in Kooperation mit der Regionalvertretung der Europäischen Kommission in Bonn, dem EUROPE DIRECT Informationsbüro Aachen und dem Kulturwissenschaftlichen Institut in Essen.

Diskussionsreihe von Mai bis November 2012 über Europas Zukunft
mit den Schwerpunkten Schulden, Solidarität und Verfassung

Das europäische Staatenbündnis hat sich seit Gründung der Montanunion 60 Jahren stark gewandelt. Die Erweiterung durch die Aufnahme einer Vielzahl an Ländern ist ein Merkmal dieses Wandels, ein anderes die Aufhebung der Beschränkung auf wirtschaftliche Themen und Interessen. Da jedoch die angestrebte Bildung eines gemeinsamen Kulturraumes, mit dem sich die Bürger identifizieren, bislang kaum gelang, bestimmen auch weiterhin wirtschaftliche Belange die Tagesordnung. Sie sind es deshalb auch, die die Gemeinschaft heute vor die Zerreißprobe stellen.

Die Initiative Europäische Horizonte greift in drei Veranstaltungen jeweils eine wichtige Frage zur Zukunft der Europäischen Union auf:

Wie bewältigt Europa die Wirtschafts- und Finanzmarktkrise?

Was bedeutet Solidarität in Europa: Ist Europa heute wirklich „in Vielfalt geeint" oder doch durch Unterschiede zerrissen?

Inwieweit verlangt das vielmals geforderte gesteigerte wirtschaftliche und politische Gewicht der Europäischen Union nach einer Neuordnung ihrer Kompetenzen und Handlungsinstrumente oder gar nach einer Europäischen Verfassung?

 

Nachschau

27.11.2012; Festsaal der Philharmonie Essen

Europa in neuer Verfassung

Podiumsgespräch mit Daniel Cohn-Bendit, Claus Leggewie und Guy Verhofstadt.

Das Kulturwissenschaftliche Institut Essen (KWI), die edition Körber-Stiftung und die Europäischen Horizonte luden am 27. November 2012 zu einem Podiumsgespräch im gut besuchten Festsaal der Philharmonie Essen ein. Die Veranstaltung war Teil der der Veranstaltungsreihe „Kontroversen über Europa“, die von der Initiative Europäische Horizonte in Aachen, Bonn und Essen im Jahr 2012 durchgeführt wurde.

Daniel Cohn-Bendit, Claus Leggewie und Guy Verhofstadt diskutierten vor dem Hintergrund der Europa-Krise über eine grundlegende Reform der Europäischen Union, in der Supranationalität, demokratische Bürgerbeteiligung, föderative Elemente und subregionale Zusammenschlüsse, wie die Mittelmeerunion, eine wesentliche Rolle spielen. Es moderierte Stefan Kornelius, Leiter des Ressorts Außenpolitik der Süddeutschen Zeitung. Mehr..

 

   

11.05.2012; Altes Rathaus der Stadt Bonn:
Wie bewältigt Europa die Wirtschafts- und Finanzmarktkrise?

Podiums- und Publikumsdiskussion der Regionalvertretung der EU-Kommission in Bonn im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Kontroversen über Europa“, die von der Initiative Europäische Horizonte in Aachen, Bonn und Essen organisiert wurde.

Aus der Bankenkrise, die 2008 begann, ist eine handfeste Finanz- und Wirtschaftskrise geworden – erstmals seit Jahren schrumpfte die Wirtschaft. In diesen turbulenten Zeiten wird nicht mehr nur auf die nationalen Regierungen geschaut, sondern zunehmend nach Europa und auf seine Institutionen.

Welche Rolle spielen bei einem solchen Thema die EU-Institutionen und welche Rolle die Bundesländer im Zusammenspiel mit der Bundesregierung? Wie arbeiten die Institutionen und Ebenen zusammen, gilt doch in Europa das Subsidiaritätsprinzip?  Mehr...

 14.05.2012; Aachen-Fenster
Solidarität in Europa – Einer für alle, alle für einen?

Ist Europa heute wirklich „in Vielfalt geeint" oder doch durch Unterschiede zerrissen? Um diese Frage ging es bei der Veranstaltung der Reihe „Kontroversen über Europa“, zu der die Initiative Europäische Horizonte zusammen mit dem EUROPE DIRECT Informationsbüro und der Karlspreisstiftung ins Aachen-Fenster eingeladen.

Nachdem die ca. 80 Gäste von Oberbürgermeister Marcel Philipp begrüßt wurden, stellte zunächst NRW-Europaministerin Dr. Angelica Schwall-Düren ihre Ansichten zum Thema Solidarität in Europa in einer Eröffnungsrede dar. Darauf folgte der ehemalige Staatssekretär und Regierungssprecher Friedhelm Ost mit einem Impulsvortrag, in welchem er die Entwicklung Europas und auch die Entwicklung der Solidarität erläuterte. Beide waren sich einig, dass Solidarität eine große Rolle spielt, um die Europäische Union zusammen zu halten, betonten aber auch, dass es verschiedene Ansichten von Solidarität gäbe und dass es zu den Aufgaben der Europäischen Union gehört, sich um das Bewusstsein und die Definition von Solidarität in den einzelnen EU-Staaten zu bemühen. Mehr...