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Publikationen



Die Veranstaltungen der Europäischen Horizonte werden in einer eigenen Buchreihe beim transcript-Verlag veröffentlicht. Bisher sind sieben Bände erschienen, die auf dieser Seite kurz vorgestellt werden.

Editorial

Die politische Einigung Europas nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs ist historisch einzigartig. 1500 Jahre europäische Kriegsgeschichte sollen hier zu Ende kommen und zu einer dauerhaften Entfaltung der Demokratie führen. Die Suche nach geeigneten Verfahren und Institutionen bleibt jedoch schwierig. Zentrale Fragen wie die Verteilung von Aufgaben und Kompetenzen, der Ausgleich zwischen einzelstaatlichen und gemeinschaftlichen Interessen, die demokratische Legitimation sowie die Ausgestaltung der Meinungs- und Willensbildungsprozesse sind nach wie vor offen.

Europa als Ganzes ist nicht identisch mit seinen Teilen, mit den Ländern der Europäischen Union und des Kontinents. Was aber macht Europa aus? Worin bestehen seine Gemeinsamkeiten, wo verlaufen seine Grenzen, wie ist die Relation von Einheit und Vielfalt? Wie unterscheidet es sich von anderen Weltregionen, Kulturen und politischen Ordnungen? Die Buchreihe Europäische Horizonte greift zentrale europäische Gegenwarts- und Zukunftsfragen auf und gibt politischen, ökonomischen und kulturellen Problemstellungen gleichermaßen Raum.

Die Reihe wird herausgegeben von Friedrich Jaeger, Helmut König, Claus Leggewie, Emanuel Richter und Manfred Sicking.

 

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Winfried Brömmel, Helmut König, Manfred Sicking (Hg.)
Populismus und Extremismus in Europa, Gesellschafts-wissenschaftliche und sozialpsychologische Perspektiven
August 2017, 188 Seiten, kart., 19,99 €
ISBN 978-3-8376-3838-7

Populistische Protestbewegungen, Gruppierungen und Parteien erhalten viel Zulauf - sie schüren antieuropäische Vorbehalte, die sich aus einem generellen Unbehagen an Politik, Staat und Medien speisen.
Die Beiträge des Bandes beleuchten das unübersichtliche Terrain von Nationalismus, Populismus und Extremismus in Europa und fragen, warum antidemokratischer Fundamentalismus, Terrorismus und Gewaltmilieus an Attraktivität gewinnen. Zudem erörtern sie, wie wir die Logik des Ressentiments und die Faszination von Gewalt und Fanatismus fassen können.

Mit Beiträgen von Frank Decker, Volker M. Heins, Otto Kallscheuer, Helmut König, Claus Leggewie, Emanuel Richter, Hans Vorländer und Andreas Zick

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Winfried Brömmel / Helmut König / Manfred Sicking (Hg.)
Europa, wie weiter?
Perspektiven eines Projekts in der Krise
Mai 2015, 198 Seiten, kart., 27,99 €
ISBN 978-3-8376-3010-7

Die Einigung Europas ist eine beispiellose Erfolgsgeschichte. Zu ihr gehörten stets auch Krisen, aus denen das europäische Projekt wieder gestärkt hervorgegangen ist. In der gegenwärtigen Finanz- und Staatsschuldenkrise scheint dies anders. Nun steht in den Augen vieler das Projekt selbst auf dem Spiel. Die Beiträge des Bandes rekapitulieren entscheidende Antriebskräfte und Etappen aus der Geschichte des europäischen Einigungsprojekts und beleuchten zentrale Aspekte der gegenwärtigen Lage in Europa. Der Band skizziert zudem Wege der Erneuerung und Weiterführung des europäischen Projekts.

Mit Beiträgen von Maurizio Bach, Christoph Deutschmann, Ulrike Guérot, Jan-Hendrik Kamlage, Patrizia Nanz, Werner Plumpe, Michael Stolleis, Thorsten Thiel und Georg Vobruba.

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Elke Ariëns, Emanuel Richter, Manfred Sicking (Hg.)
Multikulturalität in Europa
Teilhabe in der Einwanderungsgesellschaft
(unter Mitarbeit von Eva Onkels und Philip Röhr)
Dezember 2012, 234 S., kart., 27,80 €
ISBN 978-3-8376-2096-2

 

Die »multikulturelle Gesellschaft« führt regelmäßig zu heftigen Reaktionen in der öffentlichen Diskussion. Für die einen Ausdruck einer Vision des bereichernden Zusammenlebens verschiedener Kulturen, ist sie für die anderen Symbol einer Gesellschaft ohne nationale Identität. Ein konfliktfreies multikulturelles Miteinander voller Harmonie scheint illusorisch. Realistisch ist jedoch der Anspruch, Chancen und Güter nicht nach ethnischen Kriterien zu verteilen. Eine gerechte Welt kann nur über Solidarität unter Gleichwertigen gestaltet werden – ohne Anschauung der ethnischen Zugehörigkeit. Der Band geht der Frage nach, wie dies gelingen kann.
Expertinnen und Experten aus den Bereichen der Islamwissenschaft, Politikwissenschaft, Rechtswissenschaft und Migrationsforschung beleuchten das Verhältnis von Staatlichkeit und Religion.

Mit Beiträgen von Ulrich Bielefeld, Marc Engels, Matthias Kortmann, Claus Leggewie, Regina Ammicht Quinn, Frank-Olaf Radtke, Christoph Rass, Emanuel Richter, Birgit Rommelspacher und Oliver Schmidtke.

Buchcover "Glaubensfragen in Europa"

Elke Ariëns,
Helmut König,
Manfred Sicking (Hg.)
Glaubensfragen in Europa
Religion und Politik im Konflikt
November 2011, ca. 230 S., kart.
27,80 €
ISBN 978-3-8376-1707-8

Burkas in Frankreich, Moscheebau in Köln, Minarette in der Schweiz oder die Integration von Muslimen in Deutschland – der öffentliche Diskurs ist geprägt von Konflikten zwischen der Religionsfreiheit und der westlichen Trennung von Religion und Politik. Wie religionsneutral muss ein Staat eigentlich sein? Muss er Distanz zu allen Religionen haben? Wie religiös sind die Deutschen? Diesen und weiteren Fragen gehen die Beiträge in diesem Band nach. Expertinnen und Experten aus den Bereichen der Islamwissenschaft, Politikwissenschaft, Rechtswissenschaft und Migrationsforschung beleuchten das Verhältnis von Staatlichkeit und Religion, das mit Beiträgen zu den Möglichkeiten ideologiekritischer Ansätze und zur Aktualität von Gesellschaftskritik schließt.

Mit Beiträgen von Burkhard Biella, Gudrun Krämer, Claus Leggewie, Wolfgang Günter Lerch, Detlef Pollack, Rainer Prätorius, Dietrich Thränhardt, Kirsten Wiese und Julien Winandy.

Buchcover "Die Zukunft der Arbeit in Europa"

Henrique Ricardo Otten,
Manfred Sicking (Hg.)
Kritik und Leidenschaft. Vom Umgang mit politischen Ideen
(unter Mitarbeit von
Julia Schmidt)
April 2011, 310 S., kart.,
29,80 €
ISBN 978-3-8376-1590-6

Wer sich gegenwärtig politischen Ideen in kritischer Absicht stellt, ist mit diversen Problemen konfrontiert, von denen dieser Band einige fokussiert.Ein Teil der Beiträge analysiert die populistische Berufung auf das »Volk« und die »kleinen Leute«, während andere Texte rechtsextremistische Strömungen in den Mittelpunkt der Betrachtung stellen – untersucht unter anderem am Beispiel rechter Fußballszenen. Unterschiedliche Perspektiven auf die Krise und Zukunft der Demokratie bilden einen weiteren Schwerpunkt des Buches, das mit Beiträgen zu den Möglichkeiten ideologiekritischer Ansätze und zur Aktualität von Gesellschaftskritik schließt.
Die Beiträge des Bandes nehmen diese Tendenzen auf und liefern Impulse für die Gestaltung des Lebens und Arbeitens in Europa.

Mit Beiträgen von Berthold Franke, Richard Gebhardt, Wolfgang Gessenharter, Michael Th. Greven, Wolfgang Fritz Haug, Hilal Onur Ince, Dirk Jorke, Michael Kohlstruck, Helmut König, Kurt Lenk, Andrea Mork, Karin Priester, Hans-Jurgen Puhle, Karl-Siegbert Rehberg, Richard Saage, Thomas Wagner, Alban Werner und Karl Georg Zinn.

Buchcover "Die Zukunft der Arbeit in Europa"

Helmut König,
Emanuel Richter,
Julia Schmidt (Hg.)
Die Zukunft der Arbeit in Europa.
Chancen und Risiken neuer Beschäftigungsverhältnisse
August 2009, 186 S., kart., 19,80 Euro
ISBN: 978-3-8376-1217-2

Erwerbsarbeit dominiert unser Leben. Seit der Industriellen Revolution im 19. Jahrhundert ist sie ins Zentrum des gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und politischen Lebens in Europa gerückt und bestimmt unsere gesellschaftliche Stellung sowie unsere Selbstdefinition. Mittlerweile ist das Normalarbeitsverhältnis in vielen Bereichen von neuen Formen der Arbeit abgelöst worden: Industrielle Produktion ist weitgehend automatisiert oder in Niedriglohnländer verlagert, prekäre Arbeitsverhältnisse haben Hochkonjunktur und die Arbeitslosigkeit hat sich auf einem hohen Niveau eingependelt. Die Beiträge des Bandes nehmen diese Tendenzen auf und liefern Impulse für die Gestaltung des Lebens und Arbeitens in Europa.

Mit Beiträgen von Martin Baethge, Elisabeth Beck-Gernsheim, Heinz Bude, Andreas Eckert, Friedericke Hardering, Arne Heise, Heather Hofmeister, Boy Lüthje, Oskar Negt, Peter Pawlicki und Nadine Witt.

Buchcover "Gerechtigkeit in Europa"
Helmut König,
Emanuel Richter,
Sabine Schielke (Hg.)
Gerechtigkeit in Europa. Transnationale Dimensionen einer normativen Grundfrage
April 2008, 136 S., kart.,
15,80 Euro
ISBN: 978-3-89942-768-4

 

Gerechtigkeit gehört zu den zentralen Wertfragen in allen gegenwärtigen europäischen Gesellschaften. Das Gerechtigkeitskonzept wird jedoch oft inhaltlich zu eindimensional gefasst und räumlich zu sehr auf die Einzelstaaten begrenzt. Die europäische Integration hat heute ein Niveau erreicht, das die Debatte über Gerechtigkeit nur über Ländergrenzen hinweg sinnvoll macht. Die interdisziplinären Beiträge in diesem Buch diskutieren einen neuen europäischen Gerechtigkeitsbegriff, der sich an gegenwärtige politische Diskurse anschließen lässt.

Mit Beiträgen von Christine Chwaszcza, Nancy Fraser, Otfried Höffe, Wolfgang Kersting, Helmut König und Emanuel Richter sowie Julian Nida-Rümelin.

Buchcover "Europas Gedächtnis"
Helmut König,
Julia Schmidt,
Manfred Sicking (Hg.)
Europas Gedächtnis. Das neue Europa zwischen nationalen Erinnerungen und gemeinsamer Identität
März 2008, 166 S., kart., 18,80 Euro
ISBN: 978-3-89942-723-3

 

Fünf Jahrzehnte nach der Gründung des institutionell verfassten gemeinsamen Europa muss die Frage diskutiert werden, ob die Gemeinschaft auch eine von den Menschen getragene Identität besitzt. Elementarer Bestandteil jeder Identität ist das Bewusstsein eines gemeinsamen Gedächtnisses. Gibt es dies in Europa überhaupt? Was wird erinnert? Nur das halbe Jahrhundert seit den Römischen Verträgen? Oder existiert ein tiefer reichendes historisches Erinnern der Europäer jenseits des jeweiligen nationalen Gedächtnisses?

Mit Beiträgen von Etienne François, Norbert Frei, Bronislaw Geremek, Anthony Giddens, Helmut König, Adolf Muschg, Karl Schlögel und Hans-Ulrich Wehler.

Buchcover "Gehört die Türkei zu Europa?"
Helmut König,
Manfred Sicking (Hg.)
Gehört die Türkei zu Europa? Wegweisungen für ein Europa am Scheideweg
2005, 222 S., kart., 22,80 Euro
ISBN: 978-3-89942-328-0

 

Die "Europafähigkeit" der Türkei wird in der europäischen und deutschen Öffentlichkeit seit geraumer Zeit kontrovers diskutiert. Viele Europäer kritisieren Menschenrechtsverstöße, die unzureichende Demokratisierung und befürchten eine Islamisierung Europas. Die Türkei wiederum kann auf Reformen verweisen und ihre geostrategische Bedeutung in der Beitrittsdebatte geltend machen. Ist die Türkei "europareif"? Wie ist es um das Verhältnis zwischen der Türkei und der Europäischen Union bestellt? Gehört die Türkei zu einem vereinten Europa? Die in diesem Band versammelten Beiträge sind Wortmeldungen in einer leidenschaftlich geführten Debatte, die auch Antworten auf die Frage nach einer europäischen Identität sucht.

Mit Beiträgen u.a. von Claus Leggewie, Herfried Münkler, Faruk Sen und Hans-Ulrich Wehler.

Buchcover "Der Irak-Krieg und die Zukunft Europas"
Helmut König,
Manfred Sicking (Hg.)
Der Irak-Krieg und die Zukunft Europas
2004, 194 S., kart., 21,80 Euro
ISBN: 978-3-89942-209-2

 

Die weltpolitischen Konsequenzen des Krieges, den die USA und ihre "Koalition der Willigen" im März/April 2003 gegen den Irak geführt haben, sind noch immer nicht im Einzelnen abzusehen. Aber eine Folge ist bereits sichtbar: Von niemandem erwartet, ist eine intensive öffentliche Debatte über die internationale Ordnung und die zukünftige Rolle Europas in Gang gekommen. Der Irak-Krieg ist zum Katalysator einer breiten Diskussion über europäische Erneuerung und europäische Identität geworden. Die in diesem Band zusammengetragenen Beiträge sind Wortmeldungen in einer Debatte, die gerade erst angefangen hat, und sie sind zugleich Interventionen in politische Verwerfungen und Entwicklungen, von denen noch niemand genau weiß, wohin sie gehen werden und wohin sie gehen sollen.

Die Beiträge von Ernst-Otto Czempiel, Jürgen Kocka, Gudrun Krämer, Herfried Münkler, August Pradetto, Emanuel Richter und Christian Tomuschat entstammen einer Vortragsreihe anlässlich der Verleihung des Karlspreises an Valéry Giscard d'Estaing im Mai 2003.

 

 

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