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KWK-Ausbau in Aachen

Die Energieversorgung in Aachen setzt bereits auf Kraft-Wärme-Kopplung (KWK): Das 25 km entfernte Braunkohlekraftwerk der RWE in Weisweiler liefert seit 1995 Abwärme aus der Stromerzeugung in die Stadt Aachen. Basierend auf dieser Fernwärmeschiene wurde das Wärmenetz durch die STAWAG sukzessive auf eine Netzlänge von rund 80 km ausgebaut. Vier Heizwerke speisen zusätzlich in das Fernwärmenetz ein. Im Jahr 2013 wurden an knapp 1300 Anschlüssen rund 330 Gigawatt aus der Fernwärme abgenommen.

Neben dem Fernwärmenetz betreibt die STAWAG auf dem Stadtgebiet noch vier BHKW-Nahwärme-Gebiete in Brand, Laurensberg und dem Süd-Viertel.

Zudem liefern zahlreiche Blockheizkraftwerke (BHKW) aus dem privaten und gewerblichen Bereich Wärme und Strom. Die Netzeinspeisung aus diesen BHKWs betrug Ende 2012 über 25 Gigawattstunden (GWh) (19,2 STAWAG, 6,2 Privat). Der Anteil der Kraft-Wärme-Kopplung an der Stromerzeugung beträgt in der Stadt Aachen laut Erhebung aus 2012 ca. 2,6 %. KWK leistet damit schon heute einen Beitrag zum effizienten Energieeinsatz in Aachen, den es auszubauen gilt.

NRW-Modellkommune für Kraft-Wärme-Kopplung

Der Ausbau der KWK-Technik stellt auch für die Stadt Aachen eine wichtige Säule dar, um die Klimaschutzziele hier vor Ort zu erreichen.

Die Stadt Aachen hat sich daher im Januar 2013 an einem NRW-weiten Aufruf zur "KWK-Modellkommune" beteiligt. In einem mehrstufigen Auswahlverfahren der Landesregierung konnte sie im Frühjahr 2012 mit ihrem Grobkonzept zur Verdreifachung des Anteils der KWK an der Stromerzeugung überzeugen und wurde im Frühjahr 2013 als eine von 21 Kommunen ausgewählt, die bei der Entwicklung einer KWK-Ausbaustrategie gefördert wurden.

Die Entwicklung einer KWK-Ausbaustrategie erfolgte im Herbst 2013/Frühjahr 2014. Diese diente als Wettbewerbsbeitrag für die zweite Auswahlstufe. Von den 21 im Jahr 2013 ausgewählten Kommunen wurden Ende Mai 2014 von einer Jury Bad Laasphe, Iserlohn, Krefeld, Ostbevern/Telgte, Saerbeck sowie die Projektgruppe aus den Städten Remscheid, Solingen, Wuppertal als die Gewinner des Wettbewerbs "KWK-Modellkommune" ausgewählt. Die Landessregierung betont in ihrer Erklärung „Insgesamt befinden sich alle Projektvorschläge mit Blick auf die Hebung von noch nicht erschlossenen KWK-Potenzialen auf einem hohen Niveau.“

Maßnahmen im Rahmen der Feinkonzepterstellung

  • Institutionen, Akteure und Multiplikatoren, die zur Forcierung der Anwendung der Technik relevant sind, wurden in einer Lenkungsgruppe gebündelt, die das Thema fortan in Aachen unterstützt.
  • Interessierte Betriebe, Einrichtungen und Eigentümer wurden über die KWK-Anwendungsmöglichkeiten im Sinne einer Erstberatung kostenlos informiert. Sie erhielten nach Vor-Ort-Besuch eine Analyse und Bewertung des KWK-Potenzials sowie eine grobe Wirtschaftlichkeitsbetrachtung. 26 realisierbare Einzelprojekte gingen bislang daraus hervor, die von der Stadt weiterhin Informationen zur Unterstützung der Umsetzung erhalten.
  • Informationsmaterialien wurden zusammengestellt, eine Internet-Seite aufgebaut (www.aachen.de/kwk), Flyer erstellt und Anlagenbeispiele als gute Vorbilder in Form von Steckbriefen ausgearbeitet.
  • Es wurde ein Netzwerk von Handwerksbetrieben gegründet, die bereits Erfahrungen mit dem Einbau von Blockheizkraftwerken (BHKW) haben. Dies sind sowohl Betriebe aus dem Bereich Sanitär, Heizung, Klima (SHK), die BHKW bauen oder warten, als auch  Elektro (E)-Betriebe, die diese Anlagen elektrisch anschießen.
  • Zu einem adäquaten Netzwerk fanden sich auch die Planungsbüros zusammen, in denen erfahrene Ingenieure für  kaufmännische und technische Beratung sowie Anlagenplanung zur Verfügung stehen. Diese beiden Netzwerke wurden im Rahmen einiger Veranstaltungen entwickelt, im Internet sowie in Faltblättern veröffentlicht und werden dauerhaft gepflegt.

Details finden Sie im Ausbaukonzept 2014-17 (pdf, Broschüre)

Ihre Aktivitäten zum Ausbau der KWK-Technik kann die Stadt Aachen insbesondere durch eine Förderung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung im Projekt REnder fortsetzen.

Das KWK-Konzept wurde gefördert von der Europäischen Union aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung als Investition in unsere Zukunft.

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Weitere Infos

Ansprechpartner

bei der Stadt Aachen:

Frau Dr. Maria Vankann
Herr Michael Rischka

E-Mail

Ausbaukonzept:

Ausbaukonzept 2014-2017 (April 2014, pdf)

Fördermittelgeber:

EU-Fonds für regionale Entwicklung
EU-Fonds für regionale Entwickung

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Ziel2.NRW - Regionale Wettbewerbsfähigkeit und Beschäftigung

NRW-Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft und Verbraucherschutz
NRW-Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz
Programm
progres.nrw / Förderung von KWK-Anlagen und KWK-bezogenen Maßnahmen

Internetseiten

NRW-Ministerium für Klimaschutz. Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz

Energieagentur NRW

Bundesverband Kraft-Wärme-Kopplung

Arbeitsgemeinschaft für sparsamen und umweltfreundlichen Energieverbrauch e.V. (ASUE)