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Energie- und Kohlendioxid-Bilanz

Energie- und CO2-Bilanzierung 2017

Die Stadt Aachen erstellt seit 2010 jährlich eine Energie- und CO2-Bilanz (Daten und Berechnungen von 1990 bis 2017 liegen vor). Als Basisjahr wurde das Jahr 1990 (gemäß Kyoto-Protokoll 1997) ausgewählt.

Die Bilanz wird mit dem vom Klimabündnis (Climate Alliance) empfohlenen Berechnungstool ECORegion auf Basis tatsächlicher Verbräuche sowie zusätzlicher statistischer Daten ermittelt.

Die Endenergiebilanz umfasst zunächst den Energiebedarf der Verbraucher innerhalb der Stadtgrenzen.

Die Primärenergiebilanz (Methode LCA: Life Cycle Assessment) umfasst darüber hinaus den Energiebedarf zur Produktion, Umwandlung und Transport der Energieträger (Vorkettenanteile) und erstreckt sich somit über den Bilanzierungsraum der Stadt hinaus.

 

Anpassung der Faktoren an Gemis 4.93 

Die Berechnung der Primärenergie aus dem Endenergiebedarf ist durch spezifische Primärenergiefaktoren für die einzelnen Energieträger möglich. Aus der Primärenergiebilanz wird abschließend die CO2-Bilanz abgeleitet.

Die Energie- und CO2-Bilanz der Stadt Aachen wurde seit 2014 mit aktualisierten Faktoren zur Energiebilanzierung und Emissionsbilanzierung gemäß Gemis 4.93 berechnet. Gemis ist eine Abkürzung und steht für Globales EmissionsModell Integrierter Systeme.

Diese Faktoren sind das Ergebnis einer notwendigen Neubewertung für einzelne Energieträger basierend auf einer verbesserten Datenlage. Das Hauptaugenmerk wurde auf die Primärenergiefaktoren und daraus resultierende Primärenergieverbräuche aus den sogenannten Vorkettenanteilen gelegt.

Als grundlegende Änderung ergeben sich nach der Neubewertung „schlechtere“ Primärenergie- und Emissionsfaktoren (LCA-Methode) für die Verkehrsenergieträger Benzin, Diesel und Kerosin; gleiches gilt für Erdgas als Wärmeenergieträger. Bei diesen Energieträgern steigt der Aufwand für Gewinnung und Verarbeitung der Rohstoffe zunehmend. Beispiele hierfür sind die größeren Bohrtiefen offshore oder die erhöhten Aufwände zur Gewinnung von Ölsanden und Ölschiefern. Andere Energieträger haben etwas bessere Faktoren erhalten wie z.B. Biodiesel, Sonnenwärme aber auch die Braunkohle.

In der Datenbank des Berechnungstools ECO-Region wurden alle Faktoren automatisch rückwirkend bis zum Basisjahr 1990 angepasst. Somit bleibt eine Vergleichbarkeit und Bewertbarkeit über den gesamten Zeitraum gewährleistet.

Fazit:

Eine Neubewertung der einzelnen Energieträger und Faktoren wurde notwendig, weil u.a. der Aufwand für die Gewinnung fossiler Energieträger gestiegen ist. Ebenfalls neu bewertet wurden Bio-Energieträger und regenerative Energieträger.

   

Weitere Kapitel zum Thema

Seite 2: Energiebedarf
Seite 3: CO2-Emissionen
Seite 4: CO2-Ausstoß des Verkehrs

   

   

 

     

     

Ansprechpartnerin

Dr. Maria Vankann
Tel.: +49 241 432-7523