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Mathecamp für begabte Schüler der Jahrgangstufen 9 und 10
Begabungen und Hochbegabungen fördern - das ist seit Jahren das Motto des Mathecamps der Stadt Aachen, an dem in diesem Jahr 16 Aachener Schülerinnen und Schüler teilnehmen. Schon zum 14. Mal findet das Mathecamp jetzt statt, um besonders leistungsstarke Schüler und Schülerinnen individuell zu fördern und ihnen „Spaß an Mathe“ zu vermitteln. Durchgeführt und geleitet wird das Camp in einer Kooperation des Schulpsychologischen Dienstes der Stadt Aachen, dem Lehrstuhl für Mathematik 2 der RWTH Aachen. Seit 2006 unterstützt die Bürgerstiftung der Sparkasse die Organisation und die Finanzierung.
Die Ausschreibung des Mathe-Leistungscamps erfolgte an allen Gymnasien und Gesamtschulen in der Stadt und Städteregion Aachen für die Klassen 9 und 10. Jede Schule konnte 2 Kandidaten melden. Durch ein Auswahlverfahren beim Schulpsychologischen Dienst, wurden 16 Schüler und Schülerinnen ausgewählt, die an dem Camp in der Zeit vom 8. bis 12. Juli 2013 in Kronenburg teilnehmen.
Den Schülern und Schülerinnen werden durch Professor Eberhard Triesch mathematische Denkaufgaben gestellt, die über den schulischen Rahmen hinausgehen. Diese Mathematikförderung findet ca. fünf Stunden täglich im Vormittag und Nachmittag statt.
Die Förderung unter psychologischen Gesichtspunkten (schulische Motivation, Anstrengungsbereitschaft, Kreativität, Teamfähigkeit, Selbststeuerung, etc.), die zur Umsetzung des kognitiven Potentials notwendig sind, wird federführend von Anja Mommer Schulpsychologin beim Schulpsychologischen Dienst der Stadt Aachen und Ihrer neuen Kollegin Sarah Siebertz übernommen.
Zehn Jahre Aachener Modell - Markt der Möglichkeiten
Ende April fand in der Gustav-Heinemann-Gesamtschule in Alsdorf die Jubiläumsfeier zum zehnjährigen Bestehen des Aachener Modells, ein regionales Hochbegabtenprojekt zur Förderung von Begabungen, statt.
Das Aachener Modell wurde 2003 initiiert und startete damals an sechs Modellgrundschulen in Stadt und Kreis Aachen. Projektträger waren Stadt und Kreis Aachen in Kooperation mit den jeweils zugehörigen Schulämtern. Finanziell ermöglicht wurde das Projekt von den drei Stiftungen der Sparkasse Aachen: Bürgerstiftung, Kulturstiftung und Jugendförderungswerk. Mit dem Schuljahr 2007/2008 begann der zweite Projektabschnitt in erweiterter Form: Zu den sechs Modellschulen kamen 12 Partnerschulen der StädteRegion Aachen hinzu. Diese Erweiterung war so erfolgreich, dass zum Schuljahr 2010/2011 ein weiterer Ausbau des Aachener Modells um zehn Grundschulen stattfand. Mittlerweile werden demnach an 28 Grundschulen in der StädteRegion und der Stadt Aachen begabte Kinder gezielt gefördert.
Der Schulpsychologische Dienst arbeitet seit Beginn des Projektes gemeinsam mit den Schulen an der innerschulischen und inklusiven Begabungsförderung. Dabei wird ein breites Spektrum an Begabungen angesprochen und gefördert.
Das zehnjährige Jubiläum des Aachener Modells wurde nun mit einem Vortrag von Prof. Matthias von Saldern, einem der bekanntesten deutschen Erziehungswissenschaftler, und dem „Markt der Möglichkeiten“, bei dem sich alle Schulen mit ihren Projekten vorstellten, gefeiert. In der Podiumsdiskussion wurde das Projekt von vielen Seiten beleuchtet (Ulla Roder, Schulamtsdirektorin; Anja Mommer Schulpsychologin; Dr. Christian Burmester, Sparkasse Aachen; Anita Groß, Schulleiterin Am Höfling).
Wir freuen uns sehr, dass das Projekt ab dem Schuljahr 2013/14 weiter fortgesetzt wird.
„Schulpsychologie goes Südtirol“: Inklusion: Schulpsychologie Aachen besuchte Südtiroler Schulsystem
Über das von der EU geförderte Programm zum lebenslangen Lernen (COMENIUS) führte Michaela Wiese Mitte Oktober eine schulpsychologische Studie in Südtirol (Italien) durch. In den Südtiroler Schulen gibt es seit mehr als 30 Jahren keine Förderschulen und Sonderklassen mehr. Alle Schüler werden unabhängig von Ihrem individuellen Förderbedarf in einer Klasse unterrichtet. Damit entspricht das Südtiroler Schulsystem der UN-Behindertenrechtskonvention, die vorsieht Menschen mit Behinderungen die gleichberechtigte Teilhabe am gesellschaftlichen Leben zu ermöglichen.
Auch die deutschen Schulen sind zur Umsetzung der UN-Konvention aufgefordert. Dabei benötigen sie Hilfe und Unterstützung von außen z.B. durch Schulentwicklungsmaßnahmen, Supervision und Beratung. Ziel des Auslandsaufenthaltes war es die Südtiroler Schulen und vor allem das pädagogische Unterstützungssystem für Lehrkräfte kennenzulernen um daraus konkrete Angebote für die Aachener Schulen zum Thema „Inklusion“ anzubieten. In Kooperation mit der Uni Köln führte Frau Wiese eine Umfrage über die gesundheitsfördernden und gesundheitshinderlichen Bedingungen im inklusiven Unterricht durch. Die Ergebnisse werden den Lehrkräften in Kürze in Form einer Impulsveranstaltung zur Verfügung gestellt. Weitere Informationen folgen.
Schulpsychologische Unterstützung im Bereich „Inklusive Bildung“
Die UN-Behindertenrechtskonvention sieht vor, Menschen mit Behinderungen die gleichberechtigte Teilhabe bzw. Teilnahme am gesellschaftlichen Leben zu ermöglichen. Damit geht ein schulischer Umbruch einher. Sowohl Grund-, als auch weiterführende Schulen werden sich verändern.
Der Schulpsychologische Dienst der Stadt Aachen bietet Unterstützungsmöglichkeiten, um Lehrer und Eltern bei den anstehenden Veränderungen zu stärken. Der Arbeitskreis Kommunale Schulpsychologie beim Städtetag NRW hat im Dezember 2011 ein Positionspapier veröffentlicht, welches die Aufgabenbereiche von Schulpsychologen im Bereich der „Inklusiven Bildung“ beschreibt. Diese Aufgabenbereiche finden sie hier (PDF).
Wenn Sie als Schulleitungen, Lehrkräfte oder Eltern unsere Angebote zur inklusiven Bildung nutzen möchten, so melden Sie sich per Mail über schulpsychologie@mail.aachen.de bei uns.
