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Erklärfilm Legetrick

Marie Herholz studiert seit Oktober 2017 „Kultur- und Medienbildung“ an der Pädagogischen Hochschule Ludwigsburg. Im Rahmen ihres Studiums absolviert sie gerade ihr Praktikum beim Euregionalen Medienzentrum. Dabei begleitet sie neben Beratungsgesprächen auch Fortbildungen im Haus. Eine Qualifizierungsveranstaltung für angehende Lehrkräfte entführte sie in die Welt der Erklärfilme. Mit viel Kreativität und Elan konzeptionierte und realisierte Marie sodann einen Werbefilm für das Medienzentrum.

Wer wir sind und was wir machen, zeigt eindrucksvoll das Erstlingswerk von Marie:

Einen Erklärfilm mithilfe des Legetricks zu drehen, macht nicht nur Spaß, sondern bereichert den Alltag und Unterricht einer jeden Bildungseinrichtung.

Und so geht’s:

Man braucht:

  • Schere
  • dickes Papier oder Karton
  • Stifte (Fineliner, Buntstifte etc.)
  • Kamera/Handy/Tablet und passendes Stativ
  • Große weiße Fläche (gut ausgeleuchtet, ansonsten noch zusätzliches Licht)
  • Schnittprogramm und evtl. Mikrofon

So geht's:

  1. Zuerst legt man fest, zu welchem Thema der Film gemacht werden soll. Dann wird ein Storyboard erstellt. In diesem ist sowohl der Text der später gesprochen wird aufgeschrieben, als auch die jeweils dazugehörigen Bilder skizziert. Wichtig ist, dass die gezeigten Bilder und der gesprochene Text einen möglichst genauen Bezug haben und auch zeitlich aufeinander abgestimmt sind.
  2. Dann wird gebastelt. Die vorher festgelegten Figuren werden gezeichnet und möglichst mit einem dunklen Fineliner nachgezogen, sodass die Figuren und Gegenstände später gut mit der Kamera zu erkennen sind. Wer möchte, kann die Figuren noch farbig malen oder mit einzelnen Farben Akzente setzten. Zum Schluss werden die Figuren dann alle möglichst genau ausgeschnitten.
  3. Die ausgeschnittenen Figuren werden jetzt auf der Fläche platziert und die Kamera wird so positioniert, dass sie senkrecht nach unten filmt, man also vorerst nur die (weiße) Fläche sieht. Damit der Film gut rüberkommt, sollte die Fläche möglichst gut beleuchtet sein, sodass nur wenige Schatten entstehen, die das Bild stören könnten.
  4. Jetzt wird der Text vorgelesen, während unten jemand die passenden Figuren ins Bild schiebt. Um eine Szene zu beenden, werden alle bereits platzierten Figuren mit einem Wisch aus dem Bild gezogen. Im fertigen Video sieht man später nur die Papierfiguren und die Hände die diese rein und wieder rausschieben.
  5. Je nachdem, ob der ganze Film am Stück oder die Szenen einzeln aufgenommen werden, müssen die einzelnen Szenen aneinander gehängt werden. Mit einem Schnittprogramm kann man im Nachhinein noch Musik drunter legen oder mit einem Mikrofon den Text noch einmal neu aufnehmen und drunter legen.
  6. Dann das ganze Projekt speichern und fertig ist der eigene kleine Trickfilm. Der Legetrick eignet sich besonders, um komplexe Themen einfach zu erklären. Durch die Verknüpfung von Bild und Ton bleibt das Thema viel besser im Gedächtnis.


Ansprechpartnerin
Euregionales Medienzentrum Aachen
Lara Langfort-Riepe
Leitung (DEPOT)
Talstraße 2
D-52068 Aachen
Tel.: +49 (0)241/5102201
lara.langfort-riepe@mail.aachen.de