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Digitale Modellstadt

Auszeichnung Aachens als Modellregion für die Digitalisierung in Nordrhein-Westfalen

Aachens Oberbürgermeister Marcel Philipp ist ausgesprochen zufrieden mit der Mitte Januar verkündeten Nachricht aus dem Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie des Landes NRW. Danach wird Aachen mit der Städteregion Aachen Modellregion für die Digitalisierung.

Marcel Philipp: "Wir sind sehr begeistert, dass die Landesregierung die Stadt Aachen und die Städteregion in ihrem Investitionsprogramm für die Digitalisierung so prominent bedenkt. Auf diese Weise können wir schneller und effizienter Bürgern und Unternehmen unsere Verwaltungsdienstleistungen attraktiv und zeitgemäß unterbreiten und gemeinsam mit kompetenten Partnern innovative Projekte, die unsere Stadt und unsere Region voranbringen, entwickeln."

© Fabian  / Fotolia
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Mehr Tempo für den digitalen Fortschritt

Die Landesregierung unterstützt ausgewählte Kommunen und Regionen mit einem Investitionsprogramm, damit diese ihre Verwaltung schneller digitalisieren, Bürgern wie Unternehmen attraktive Angebote unterbreiten und mit der Wirtschaft innovative Projekte zur Stadtentwicklung umsetzen. Abhängig von der Ausgestaltung dieser Vorhaben – etwa in den Bereichen Bildung, Gesundheit, Mobilität und Wohnen – können die Kommunen so zusätzlich zur Landesförderung von 91 Millionen Euro private Investitionen in deutlich zweistelliger Millionenhöhe auslösen.

Bereits im September 2017 hatte das Land beschlossen, Ostwestfalen-Lippe zur digitalen Modellregion zu entwickeln. Jetzt gehen Aachen, Gelsenkirchen, Soest und Wuppertal mit Partnern in ihren Regionen bei der Digitalisierung voran.

Der Aachener Oberbürgermeister erläutert, dass die Akteure in Aachen seit einiger Zeit mit der Landesregierung wegen dieses Programms in Gesprächen sind. "Wir freuen uns nach der Zusage von Minister Andreas Pinkwart darauf, mit noch mehr Tempo und Kraft die großen Digitalisierungsprojekte der Verwaltung angehen zu können."

Das Serviceportal der Stadt als markantes Beispiel

Als markantes Beispiel nennt Philipp das Serviceportal der Stadt Aachen, in dem Bürgerinnen und Bürger Dienstleistungen der Verwaltung von zuhause aus in Anspruch nehmen können. "In nur einem Jahr wurden schon 50.000 Bürgerkonten abgeschlossen", erläutert Philipp. "Diese Resonanz begeistert uns, sie signalisiert aber auch die Erwartungshaltung der Bürger an eine moderne Verwaltung. Wir werden nun, unterstützt durch die Förderung des Landes, dieses Projekt vorantreiben, jede Dienstleistung auf den Prüfstand stellen und noch viele weitere Angebote digitalisieren."

Die Gesamtentwicklung in der Digitalisierung stimmen die Partner in der Städteregion ab, "wir sind auch in diesem Punkt gemeinsam unterwegs", sagt Aachens Oberbürgermeister. "Im Förderprogramm wird diese Kooperation auch klar eingefordert."

Dass Aachen als Hochschul- und Wissenschaftsstandort allerbeste Voraussetzungen habe, Vorreiter in Sachen Digitalisierung zu sein, so sagt es der Oberbürgermeister, "hat sich in vielen Belangen schon gezeigt. Die fulminante Entwicklung in der Elektromobilität und der Weg hin zu einer neuen Mobilität in der Innenstadt“ sei in diesem Kontext nur ein Beispiel.

„Wir entwickeln Aachen durch das engmaschige Netzwerk in der Digitalisierung neu - das reicht von der Bildung über die Gesundheit, die Mobilität bis hin zum Wohnen", erklärt Marcel Philipp. Als weithin sichtbaren Leuchtturm in dieser Entwicklung nennt der Oberbürgermeister das Aachener digitalHUB in der Digi-Church an der Jülicher Straße, wo innovative Köpfe gemeinsam an Zukunftsideen für die Stadt und Region arbeiten.

NRW-Wirtschafts- und Digitalminister Prof. Dr. Andreas Pinkwart: „Nordrhein-Westfalen als europäisches Industrie- und Dienstleistungszentrum kann bei den digitalen Prozessen und Angeboten der Verwaltung besser werden. Das gilt gleichermaßen für die digitalen Serviceangebote der Rathäuser und die großen Themen der Stadtentwicklung wie Bildung, Gesundheit, Mobilität und Wohnen. Daher richten wir Modellregionen und -städte als ‚digitale Treiber‘ ein, um Schritt halten und anderen ein Bei-spiel geben zu können." Und der Minister weiter: "Zugleich wollen wir, dass die Bürgerinnen und Bürger praktisch erleben, wie die Digitalisierung den Umgang mit Ämtern und Behörden sowie das Leben in der Stadt vereinfacht und bequemer macht. Darum sind die Kommunen der ideale Ort, um diese innovativen Projekte zu entwickeln, auszuprobieren und voneinander zu lernen."