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Check-In-Tag im Stadtbetrieb

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Was macht ein Straßenbauer? Welche Aufgaben werden in der städtischen Grünpflege übernommen? Und wie wird eine Kehrmaschine repariert? Antworten auf diese und viele weitere Fragen gab es beim Check-In-Tag. Der Aachener Stadtbetrieb öffnete in diesem Rahmen seine Betriebstüren für interessierte Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 9 bis 13.

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Dabei stand der Aktionstag ganz im Zeichen des Ausprobierens. Hierzu wurde seitens des Personalmanagements ein Parcours erarbeitet. Im Bereich Grünpflege können Pflanzen selbst eingetopft und eine Grabstelle mit Blumen gestaltet werden. Wolfgang Berg, Friedhofsverwalter Bereich Ost, leitete die interessierten Jugendlichen an, ein nachgestelltes Grab zu bepflanzen. Der Beruf sei zum Teil auch künstlerisch und gestalterisch, erklärte Berg. Insgesamt hat die Stadt Aachen 27 Friedhöfe, jedoch nur auf dem Ostfriedhof werden zwei bis drei Auszubildende pro Jahrgang ausgebildet.

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Ebenfalls erläutert wurden die Aufgaben im Bereich Garten- und Landschaftsbau. Gina Lindner, die gerade am Ende ihres zweiten Lehrjahres ist, zeigte in einer Sandkiste, wie Pflastersteine verlegt werden. Auch hier durften die Jugendlichen selber mit anpacken. Neben diesen beiden Lehrberufen gibt es auch noch die Fachrichtung Blumen- und Zierpflanzenanbau. Hier stellten Katrin Kratzenberg (1. Lehrjahr) und Daniel Balduin (3. Lehrjahr) die Arbeit der Stadtgärtnerei vor. Sie hatten Töpfe mit Erde vorbereitet, in die die Interessierten nun Pflanzen aus größeren Schalen einzeln einpflanzen konnten. „Wenn man gut ist, schafft man 300 Pflanzen in der Stunde. Ich schaffe bis jetzt aber nur etwa die Hälfte“, lachte Daniel Balduin. Katrin Kratzenberg erzählte den Schülerinnen und Schülern, dass hier die Pflanzen für alle Beete der Stadt angebaut werden. Außerdem die für die Friedhöfe und für Veranstaltungen, bis hin zum Karlspreis. 

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Große Autos locken Kfz-Interessierte an
Neben den Gärtnerberufen bietet der Stadtbetrieb die Ausbildung zum Kfz-Mechatroniker mit der Fachrichtung Nutzfahrzeug an. Um ein wenig von der Arbeit vorzuführen, durften die Teilnehmerinnen und Teilnehmer selbst den Ölstand des ausgestellten Müllfahrzeugs messen und sich verschiedene, auf einem Tisch ausgelegte Autoteile anschauen. Danach wurde die Werkstatt besichtigt.
 
Besonders interessiert waren die Jugendlichen, die mit den beiden Mitarbeitern des Sozialwerks Aachener Christen vor Ort waren. „Wir helfen den Leuten hier, eine Ausbildung zu finden. Dazu schauen wir auch nach Stätten für Praktika, an die eine Ausbildung im selben Betrieb angeschlossen werden kann“, erzählte Horst Finger, der mit seinen Schützlingen vor Ort war und den Check-In-Tag als eine tolle Möglichkeit empfindet, um Berufe näher kennenzulernen. „Manche wissen auch noch gar nicht, in welche Richtung es gehen soll. Hier können sie selber ausprobieren, wie ihnen die Arbeit gefällt“, lobte er den Parcours des Stadtbetriebs. 

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Sabine Berck freute sich über das rege Interesse der Schülerinnen und Schüler. „Wir werden sicherlich noch öfter an solchen Veranstaltungen teilnehmen. Es ist ganz anders als auf Berufsmessen, da die Leute heute hier auf das Gelände kommen und sogar die Arbeit ausprobieren können. Das ist eine tolle Möglichkeit“, sagte die Personalsachbearbeiterin. 

Wer den Check-In-Tag verpasst hat, ist herzlich eingeladen, den Betrieb zu besichtigen und die verschiedenen Berufsfelder kennenzulernen. Fragen beantwortet Sabine Berck unter 0241/432-18102.