Wussten Sie schon, …
… dass die Domglocken das größte, geschlossene, noch vorhandene Barockgeläut aus einem Guss überhaupt bilden?
… dass das Vorgängergeläut dem großen Stadtbrand
vom 2. Mai 1656 zum Opfer fiel?
… dass die Brunnenschale des Karlsbrunnen
vom selben Gießer geschaffen wurde?
Welchen Schatz die Aachener in ihrem ehrwürdigen Domturm bewahren, ist nur wenigen bekannt. Begeben sie sich mit auf eine Reise in die greifbare und hörbare Vergangenheit Aachener Stadtgeschichte.
Glocken haben am Aachener Dom eine lange Tradition. Der Überlieferung nach soll ein Mönch namens Tanco schon für Karl, den Großen Glocken gegossen haben. Für das Jahr 1355 ist der Guss einer großen Marienglocke für das Aachener Marienstift belegt. Nach diversen Neugüssen und dem katastrophalen Stadtbrand wurde der Glockengießer Franz von Trier anno 1659 mit dem Neuguss des achtstimmigen Geläutes beauftragt. Sein Sohn Jakob ging ihm dabei tatkräftig zur Hand. Die große Marienglocke musste zunächst 1881, später dann noch mal nach dem 2. Weltkrieg (1958) erneuert werden. Die vorhandenen Glocken haben die Töne: g°, h°, d’, e’, fis’, g’, a’, h’ und verfügen damit über ein reichhaltiges Repertoire an Melodiemotiven. Die Beiermannschaft St. Anna aus Krefeld wird beim Beierkonzert am Samstag einige Melodien zu Gehör bringen.
Die bewegte Geschichte des Aachener Domgeläutes wird in einem zu diesem Anlass herausgegebenen Glockenbuch nachgezeichnet. Eine CD mit den Einzelglocken sowie Teilgeläuten und dem Plenum wird im Buch enthalten sein. Darüber hinaus werden Konzerte, Gottesdienste, Ausstellungen und Expertenvorträge das Jubiläum abrunden und somit das Bewusstsein der Menschen für ihr Aachener Domgeläut wieder neu schärfen.
Mittelpunkt des Domjubiläums bildeten die Konzerte am
Samstag, 22. August und Sonntag, 23. August 2009 (PDF, 4,2 MB).